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Edgar Allan Poe - Das Musical

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Edgar Allan Poe - Das Musical

Musik und Texte von Eric Woolfson

unter Verwendung seines Albums More Tales of Mystery and Imagination

Konzertante Aufführung 2003 im Studio One der Londoner Abbey Road Studios

(Edgar Allan Poe - Das Musical)

Deutsche Übersetzung von Daniel Call

Dramaturgische Mitarbeit John Havu

 

PERSONEN:

  • POE
  • GRISWOLD
  • REYNOLDS
  • VIRGINIA,
  • ELISABETH
  • ELMIRA

Verleger / Zimmermann / Kandidat.

Covers: Für die oben genannten Rollen.

Ensemble.

(DVD mit den Highlights aus der Concert-Version in den Abbey Road Studios London erhätlich)

Synopsis: 

"Als ich vor fast 30 Jahren Tales of Mystery and Imagination geschrieben und aufgenommen habe, war mir sehr wohl bewusst, dass das Thema weit mehr hergibt, als ich bis zum damaligen Zeitpunkt herausgefunden hatte", sagte Eric Woolfson, der so überaus erfolgreiche Komponist und Songschreiber, auch Librettist von insgesamt vier Musicals, als er Ende der Neunziger Jahre die Arbeit am Musical Poe aufnahm. Und fuhr fort: "Heute, viele Jahre später, fühle ich, dass die Zeit reif ist, meinem Helden, Edgar Allan Poe, einen weiteren Besuch abzustatten."

Und welch ein Besuch!

Zu Beginn der Geschichte erlebt man POE als jungen Schriftsteller mit Gespür, ja, mit Leidenschaft für unerhörte, nie zuvor vernommene Geschichten. Damit trifft er den Nerv der Leserschaft – und verschafft der kleinen Literatur-Zeitschrift The Southern Literary Messenger, die er redigiert, endlich Erfolg.

Wo es Erfolg gibt, gibt es Neider und Feinde. Im Falle Poe ist es Reverend REFUS WILMOT GRISWOLD, im Nebenberuf (mäßig erfolgreicher) Autor und Kritiker. Er neidet dem jungen Mann das Aufsehen, das er erringt, und hasst ihn dafür, dass er es gewagt hat, sich in einer Kritik über eins seiner, des Reverend Griswold, Bücher lustig zu machen. Griswold gibt sich Poe gegenüber ambivalent. Mal mimt er den Gönner und Freund, mal den strengen Geistlichen, der den jungen Sünder auf den rechten Weg zurückholen muss!

Es gibt wirklich einiges an POE, das schwer zu tolerieren ist. Alkohol und Opium treiben ihn immer wieder in Exzesse; sein Liebesleben hat bizarre Züge. Einerseits giert er nach ELMIRA, der unerfüllten Liebe seines Lebens. Andererseits heiratet er seine blutjunge, wirklich viel zu junge Cousine VIRGINIA. Die junge Frau – eine Kindfrau wie Nabokows Lolita – ist von einer tödlichen Krankheit befallen, genau wie Poes früh verstorbene Mutter. Wie falsch die Ehe in den Augen der Umwelt auch immer sein mag, den beiden Eheleuten gibt sie Halt und Kraft.

Nach Virginias Tod beginnt für Poe ein Martyrium, gemischt aus Trauer, Angst und finanziellen Bedrängnissen. Griswold bietet sich als Retter an – er will Poes Verleger werden. Dabei hat er im Grunde nichts anderes vor, als den wachsenden Ruhm des Rivalen zu zerstören und, wenn möglich, diesen ebenfalls.  Für kurze Zeit sieht es so aus, als bringe Elmira die Rettung, neue Liebe keimt auf. Ein Zwischenfall in einem Wahllokal (eine brutale Prügelei mit einer Schlägertruppe der allmächtigen Eisenbahn-Gesellschaften, die die Wahlen nach ihrem Gusto manipulieren) macht alle Hoffnungen und Pläne zunichte. Poe erliegt den Verletzungen, die er sich bei der Schlägerei zugezogen hat.

Noch nach seinem Tod müht sich Griswold, Poe herabzuziehen. Wunderbar die Szene, in der sich Griswold in hämischer Weise über The Raven, sozusagen das große Gedicht des verhassten Toten, hermachen will. Beim Vorlesen wird er von der Sprachgewalt und den ungewöhnlichen Bildern Poes mehr und mehr in Bann gezogen, erkennbar gegen seinen Willen. Ihm ergeht es da nicht anders als dem lesenden Publikum. Denn genau dieses Gedicht war es, das Poe den Durchbruch brachte.

Seitdem erkannten auch die Amerikaner (lange nach den Europäern), was sie an ihrem jungen Landsmann hatten. Mittlerweile gibt es niemanden mehr, der die Qualität von Poes Gedichten und Geschichten in Abrede stellt. Viele weltberühmte Autoren halten sie für unsterblich. Für viele von ihnen (für gewöhnlich die ärgsten Lästerer) waren/sind Poes Werke ein Quell der Inspiration.

Eric Woolfson, 1945 in Glasgow geboren, Pianist, Komponist, Songschreiber und Produzent arbeitete seit 1975 mit Alan Parsons zusammen. Gemeinsam mit ihm brachte Woolfson ein Nr.1-Album nach dem anderen heraus. Insgesamt verkaufte das Duo 45 Millionen Tonträger – und wurde mit Tales of Mystery and Imagination Teil der Musikgeschichte!

In Tales of Mystery and Imagination mit seiner bahnbrechenden Vertonung von Poes Gedichten und Schauergeschichten setzten beide, Woolfson und Parsons, dem Genie Edgar Allan Poe ein musikalisches Denkmal. Nein, sie schufen Musik aus seinem Geist, waren in ihren besten Momenten Poe und seinen phantastischen literarischen Einfällen ebenbürtig.

Im Herbst 2003 veröffentlichte Woolfson sozusagen im Alleingang die Fortsetzung des Kultalbums, diesmal unter dem Titel Poe – More Tales of Mystery and Imagination - wieder mit gewaltigem Erfolg. Das aufwändig produzierte Studioalbum war jedoch nur so etwas wie die Begleitmusik des Poe-Musicals, das Woolfson zu dieser Zeit fertig stellte.  Das Musical Poe nimmt die Songs des Albums More Tales of Mystery and Imagination auf und bringt dazu sechs weitere, speziell für das Musical geschriebene und bis dahin unveröffentlichte Lieder. Besonders ergreifend Blinded by the Light, eine Ballade über seine unerfüllte erste Liebe zu Elmira.

Eric Woolfson hält sich in Edgar Allan Poe – Das Musical, seinem vierten musikalischem Drama, sehr an die biografischen Daten und belegten Fakten aus dem Leben seines Helden. Warum auch nicht? Wer könnte Schrecklicheres und Schauerlicheres für seine Hauptfigur erfinden, als die Schicksalsschläge, die Edgar Allan Poe ertragen musste? Bereits im Alter von vierzig Jahren erloschen seine Kräfte; Edgar Allan Poe starb am 7. Oktober 1849, erschöpft und einsam. 

Eric Woolfson ging es nicht um eine szenische Biographie. Er schuf ein eigenständiges Kunstwerk, das Poes Leben und Poes Schaffen fasslich macht – das Eine war schließlich die Bedingung für das Andere, und beides, Leben und Werk, wirken bis auf den heutigen Tag seltsam fremd und gleichzeitig morbid-faszinierend. Bilder und Szenen des Musicals haben dementsprechend etwas Traumhaftes, Schwebendes und sind dennoch handfest und erschreckend, voller Liebe am Abgrund und voller Unglück.

Der Tod schöner Frauen stand fast immer im  Zentrum von Poes Dichtung; beispiellose Gruseleffekte wurden wie selbstverständlich eingebaut. Beides bietet auch das Musical. Anders gesagt, Bilder und Szenen des Musicals sind wie Poes Dichtung. Die Musik beweist: Eric Woolfson ist noch immer unvergleichlich!

"All That We See Or Seem Is But A Dream Within A Dream" Edgar Allan Poe

Presse: 
  • Münsterländische Volkszeitung, Gymnasium Laurentianum, 15.09.2011:
    "Stehende Ovationen, Bravo-Pfiffe und lauter Jubel - die neue Musicalproduktion des Gymnasium Laurentianum „Edgar Allen Poe“ feierte gestern Abend eine gelungene Premiere."
  • Blickpunkt Musical, Erich Zeller:
    "Ein fesselndes und bewegendes Biographie-Musical über Dichtkunst, Liebe und Intrigen mit fantastischer Musik!"
  •  Musicalworld, Stephan Drewianka:
    "... wer eins seiner Werke wie Freudiana, Gaudí und Gambler auf der Bühne erleben konnte, der weiß, dass man sich bei Eric Woolfson auf hochwertige Qualität mit besonderem künstlerischen Anspruch freuen kann... Musikalisch hat Poe einiges zu bieten: das opulente Werk ist irgendwo zwischen Musical und Rockoper angesiedelt, besticht durch die wogenden Klänge eines ganzen Symphonieorchesters, dem gewaltigen Chor und nicht zuletzt durch die schier unglaubliche Stimme von Ausnahmetalent Steve Balsamo!" 
  • Leipziger Volkszeitung, Birgit Hendrich, 31.08.2009:
    " Es handelt sich zweifellos um ein Musical in der Mischung aus moderner Musik mit Gesang und Tanz. Ein Hauch von Poe-Oper weht auch, dank anspruchsvoller Chorsätze […] Ebenso stilsicher: Die Staatskapelle, die unter Volker Plangg O-Töne fabriziert..."
  •  Blickpunkt Musical, Stephan Drewianka, Oktober/November 2009:
    "Die Übertragung der großen Balladen und oppulenten Chorchoräle (...) in die deutsche Sprache durch Daniel Call ist gelungen und kann überzeugen (...) Unter der musikalischen Leitung von Volker Plangg (...)  spielt die mit E-Gitarre, Synthesizer und Schlagzeug verstärkte Staatskapelle Halle richtig rockig auf und sorgt für einen theatergerechten Transfer der Originalsongs. (...) Christoph Weyers sorgt mit vier beweglichen und wandelbaren Schiebe-Elementen sowie einem überdimensionalen Raben für ein abwechslungsreiches Bühnenbild und kleidet die Darsteller in aufwendige Kostüme, die so mancher Großproduktion mehr als gerecht werden" 
  • Broadwayworld.com, Arlene Epstein, september 2010:
    "POE... is a melodius soft-rock chamber opera, its libretto all in verse, whose spine-tingling songs not only focuse on the seminal Poe's not-only too short life (1809-1849) also brings vivid, pulsing musical life to a number of the author's best-loved mystery tales (think "The Pit and the Pendulum, and "The murders in the rue Morgue") (...) POE will surely one day grace the New York stage"
  • Magedeburger Volksstimme, Claudia Klupsch, 31.08.2009:
    "Die facettenreichen Auftritte von Chor, Tänzern und Solisten haben etwas von Rock-Oper, moderner Revue und rasanter Show. (...) Einige der Lieder haben ohnehin Ohrwurm-Potenzial (...) Es ist ein außergewöhnliches Bühnenstück höchsten Anspruchs" 
  • Die Musical-Lounge, Christine Daaé, 01.09.2009:
    " Hymnen und rockige Lieder sind charakteristisch für dieses Musical. In einigen Liedern erkennt man sehr genau die musikalische Handschrift des Schöpfers wieder. Während die Hymnen Poes Leben erzählen, spiegeln die rockigen Lieder seine düsteren Werke und seine Sinnlichkeit wider.[...] Dieses Stück ist eine Hommage an den Meister der schwarzen Romantik, gelungen, düster und beeindruckend, wie Poes Werke"
  • BILD, Jan Wätzold, 31.08.2009:
    "Stehender Applaus des Publikums (...) Die Weltpremiere des Musicals im halleschen Opernhaus blieb auch nach dem letzten Vorhang spannend..."  

 

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