Fellinis Buch der Träume
Fellinis Buch der Träume
Buch und Liedtexte: Daniel Call
Musik: Olga Fabuljan
PERSONEN:
- FELLINI, Regisseur
- GIULIETTA, seine Frau, Schauspielerin
- MARCELLO, sein Lieblingsdarsteller, der Latin Lover
- DONATELLA, Schauspielerin und Diva, seine Anima
- TITTA, Schauspieler, komischer Kauz
- GLORIA, Schauspielerin, sattes Vollweib
Ferner:
Techniker, Maske, Garderobe – Bühnenpersonal.
"Dies ist die Geschichte des Mannes, der sich für Gott hielt…“ So beginnt ein Abend über den großen Bildermagier, den König des Kinos – FEDERICO FELLINI. Eine Geschichte, die sich über 50 Jahre erstreckt und uns Einblick gewährt in die Kopfwelten des Maestros, seine Phantasien und Phantastereien, seine Typen und Märchengestalten, seine Leidenschaften und Disziplinen.
Wir erleben ihn am Drehort seines Spätwerks, in dem seine Frau GIULIETTA und sein Alter Ego und Lieblingsschauspieler MARCELLO noch einmal zusammentreffen. Von da an schlagen wir sein Buch der Träume auf: Wir bezeugen, wie er, noch ein kleiner Schreiberling, und die junge Giulietta sich kennenlernen, wie er auf den schrägen TITTA trifft, die voluminöse GLORIA, die mondäne DONATELLA und den schönen Marcello, die ihm von da an wie Jünger folgen, seinen wildbunten Bildern Leben einhauchen.
Mit La Strada erntet er seinen ersten Welterfolg, mit La Dolce Vita prägt er eine ganze Epoche, mit Julia und die Geister bannt er die Popart auf Zelluloid. Doch je älter er wird, desto diktatorischer wird er, desto mehr zieht er sich zurück. Aus Furcht vor dem Vergehen, aus Furcht vor dem Tod, und aus Furcht, dass niemand mehr seine Geschichten hören will.
Er träumt davon, noch den einen großen Film zu drehen: Von einem Mann, der vom Himmel fällt, der seinen Tod nicht bemerkt und durch eine Welt der Schatten und der obskuren Gestalten wandelt. Am Ende muss Federico Fellini erkennen, dass er selbst dieser Mann ist, und die vollzogene Reise durch sein Leben eine Abschiedsreise war. Doch zumindest hat er die lang gesuchte Antwort auf all seine Fragen gefunden: Die Liebe.
Mit Fellinis Buch der Träume ist dem Autor ein kleines Meisterwerk geglückt. Um die große Liebesgeschichte des 5fachen Oscarpreisträgers Federico Fellini und seiner Frau, der legendären Giulietta Masina, zu erzählen, verbunden mit den schönsten Zitaten aus seinen berühmtesten Filmen, bedient sich Daniel Call eines Ensembles von nur 6 Personen, die kraftvoll und stimmgewaltig diesen illustren, phantasievollen Bilderbogen aufschlagen.
Daniel Call arbeitet dabei mit einer geradezu schlichten, poetischen Sprache, wie sie seinen jüngeren Werken innewohnt, und gibt gleichzeitig Acht, dass der Humor nicht auf der Strecke bleibt. So ist ein komisch anrührendes, ehrlich sentimentales Werk entstanden, eine Hommage voller schöner Lieder.
Eigentlich ist das Stück wie ein großes Lied – von, an, für und um die Liebe. Zart, sanft, bewegt und bestimmt, schwingend und liebevoll.
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