Gambler
Gambler - Das Geheimnis der Karten
Musik, Idee & Text: Eric Woolfson
Dramaturgische Mitarbeit: John Havu
Das Musical basiert auf dem Roman Der Spieler von Fjodor Dostojewski und drei Alben des Alan Parsons Projekt von Alan Parsons & Eric Woolfson
PERSONEN:
- CASINO BOSS
- GAMBLER
- SHOWGIRL
- COUNTESS
- GIGI
- MAURICE
The sixteen members of the Ensemble play all other roles including: Showgirls, Male Dancers, Casino Personnel, Gamblers, The Youg Lover of the Countess, Craps Players, Croupiers, Head Croupier.
Gambler - Das Geheimnis der Karten ist eine Geschichte von Verführung, Leidenschaft, Sucht und Abhängigkeit, auch von der Gier nach Liebe. Gambler setzt also auf die Motive, die Dostojewskis Roman Der Spieler ausmachen. Übersetzt bedeutet ja Gambler nichts anderes als Spieler, Glücksspieler und beides mit dem Unterton von Hasardeur.
Ein Casino BOSS, ein junger MANN, ein SHOWGIRL und eine alternde GRÄFIN sind die Hauptfiguren des Musicals. Wobei die Gräfin die dunkelsten Züge hat: Angeblich kennt sie die Geheimnisse der Karten, weiß, wen sie reich machen und wen sie vernichten. Die Geschichte beginnt, als der junge Mann zum ersten Mal seinen Fuß in das "Peking Palace Casino" setzt, einen Spielpalast, wie er in Las Vegas, in Macao oder auch in Moskau stehen könnte.
Der junge Mann ist vom Glamour des Ortes angezogen, nicht vom Reiz der Karten oder dem Rollen der Roulettekugel. Der Casinochef, der schon mehr als einen naiven Anfänger erlebt hat, ermuntert ihn, sich eine der vielen Attraktionen des Casinos anzusehen. Und damit meint er nicht die Kartentische, nicht den Roulettekessel, nicht die Spieler – er meint die Showgirls. Sie sind scheinbar eine wie die Andere, alle groß gewachsen, gelenkig und gut abgerichtet. Der junge Mann ist tatsächlich bald von einer der schönen Tänzerinnen angetan.
Der Casinochef nutzt nun einen bewährten Trick, ihn zum Spiel zu verführen. Er behauptet, das Showgirl sei nur an den großen Spielern interessiert, an den big winners. Und umgekehrt macht er auch dem Mädchen den jungen Mann mit einer Lüge schmackhaft. Er macht sie glauben, der junge Mann sei von einer großen Filmgesellschaften geschickt und suche ein ambitioniertes Girl, willig für den Ruhm einiges zu tun. Wie es nicht anders sein kann, sind der junge Mann und das Showgirl auf der Stelle voneinander bezaubert.
Die Geschichte wird kompliziert, weil das Mädchen von der geheimnisvollen Gräfin protegiert wird – sie, die den goldenen Schlüssel zu unsagbarem Reichtum in Händen hält. Der junge Mann überredet seine neue Freundin, Geliebte (Opfer?), der Gräfin das Geheimnis zu entlocken. Er stellt sich vor, weiß er, wie die Roulette-Kugel fällt oder die Black-Jack-Karten gezogen werden, werden sich alle Türen öffnen, alle Träume erfüllen.Und damit haben die zerstörerischen, süchtig machenden Kräfte des Spiels von ihm Besitz ergriffen. Er ist in einen Strudel geraten, aus dem er sich nicht mehr wird befreien können.
In Gambler, dem zweiten Musical von Eric Woolfson, benutzt jede Figur die andere auf subtile oder offene Weise, um ans Ziel ihrer Träume zu kommen. Ihre Schicksale verbinden und verknoten sich mehr und mehr. Es zeigt sich aber, das Glück lässt sich nicht kalkulieren, und schon gar nicht im Spiel erzwingen. Und am wenigsten ist die Liebe eine berechenbare Größe: Sie nimmt Abschied, wenn sie zu zweifelhaften Zwecken missbraucht wird.
Die Musik enthält Tracks aus den Alan-Parsons-Projekt-Alben The Turn Of A Friendly Card, Stereotomy und Eye In The Sky. Es sind unter anderem die Songs zu hören: (You’ll Be) Far Away, 9 x 9 x 9, Games People Play, The Golden Key, Green Lights means Danger und natürlich Eye in the Sky. Limelight, der Song am Ende des Ersten Aktes, war ursprünglich von Bonnie Tyler gesungen worden; sie machte ihn zu einem der unzähligen Erfolge des Duos Parsons/Woolfson.
Mit über 45 Millionen verkauften Alben gehören die Beiden zu den erfolgreichsten Popmusikern der Welt. Eric Woolfson hat aber auch vor und nach seiner Zusammenarbeit mit Alan Parsons eine unglaubliche Anzahl von Songs geschrieben, die von mehr als hundert Künstlern und Stars gecovert wurden. Die Zahl der Grammy-Nominierungen und der übrigen Auszeichnungen ist derart groß, dass man sie nur schätzen kann.
Die Welt-Uraufführung von Gambler fand 1996 in Mönchengladbach statt und machte die Stadt zu einem Musical-Magneten. Plötzlich war internationales Publikum am Niederrhein. Kein Zufall: Bei Gambler wurde modernste Bühnen(Laser)technik eingesetzt, zum Teil speziell für diese Produktion entwickelt. Regisseur Elmar Ottenthal bewies sein großes Können, Hauptdarsteller Rafi Weinstock hatte eine fantastische Ausstrahlung und Stimme.
Der Riesenerfolg in Mönchengladbach war jedoch in erster Linie dem Autor und Komponisten Eric Woolfson zu verdanken. Er wusste mit Melodien und Szenen zu beeindrucken, die hinreißen und im Gedächtnis bleiben. Von der Kritik wurde Gambler als bestes europäisches Musical 1998 eingeschätzt. Die Faszination der Produktion hielt bis zur letzten Aufführung an. Immerhin achtzehn Monate lang! Ein Zuschauer: "Wir haben uns die letzte Vorstellung noch einmal angesehen und die eine oder andere Träne verdrückt. Schade um dieses Musical!"
1999 brachte Seensee, die führende asiatische Theater-Produktionsgesellschaft, Gambler in Seoul, der Hauptstadt Koreas heraus – in koreanisch und mit überdurchschnittlichem Erfolg. Diese Aufführung gewann verschiedene Auszeichnungen. Danach wurden fünf weitere Gambler-Shows entwickelt, die in Asien auf Tournee gingen.
Unter anderem waren sie 2002 und 2005 in Japan zu sehen. Der Erfolg war jedenfalls derart überzeugend, dass Seensee Eric Woolfson beauftragte, für sie ein weiteres Musical zu entwickeln: Dancing Shadows.
- Musicalzentrale:
"Woolfsons (...) Gambler brachte es 1996 in Mönchengladbach gerade einmal auf 500 Vorstellungen" - Welt am Sonntag:
"In the end (...) standing ovations by an audience of 800 people in Moenchengladbach's former playhouse." - Rheinische Post:
"Much intermediate applause arose after the songs Eye in the sky and Green light means danger (...) The audience on the first night liked it and honored the performance with standing ovations of nearly ten minutes, for which the ensemble thanked with several da capos."
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