Acs, Janos

Komponist

János Ács wurde in Ungarn als der Jüngste von vier Kindern in eine sehr musikalische Familie hineingeboren. Sein Bruder war als Kind ein bekannter Pianist in Ungarn. Sein Vater war Musiklehrer und erkannte das Talent von János Ács und sein Gespür fürs  Detail von klassischer Musik schon früh.  Bereits als kleiner Junge fing er an Klavier und Flöte zu spielen und machte mit achtzehn seinen Abschluss an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Nicht nur sein erstaunliches Talent wurde ausgezeichnet, sondern auch sein breit gefächerte Leidenschaft zur Musik. Noch in jungen Jahren entwickelte er eine Verbundenheit und Zuneigung zur italienischen Oper und ging im Sommer 1974 nach Italien, um dort  die italienische Nationalität zu erwerben. Er arbeitete als Opern-Korrepetitor für große italienische Theater wie das „Teatro alla Scala“ in Mailand, „La Fenice“ in Venedig und das „Teatro Communale“ in Florenz.  Er wurde geleitet von großen Dirigenten wie Carlo-Maria Giulini, Giuseppe Patane und Claudio Abbado. Außerdem war er jahrelang der Assistent von Peter Maag. János Ács  dirigierte in vielen italienischen  Opernhäusern, womit seine außergewöhnliche Karriere begann.

Durch seinen Erfolg in den italienischen Opern gewann Ács an Aufmerksamkeit, was zu weiteren Auftritten und seinem Engagement als musikalischer Leiter am Stadttheater von Pretoria, Süd Afrika führte. Die nächsten sieben Jahre arbeitete er als erster Dirigent an der Oper Colorado in Denver, USA. Als Ács 1991 nach Italien zurückkehrte, lernte er Luciano Pavarotti kennen und dirigierte viele Konzerte seiner Welttournee . Pavarotti schätze János Ács Gespür, ein „Kunstwerk zu vollenden“. János Ács schenkte solo Stimmen, Orchester und Chor immer die volle Aufmerksamkeit und machte zusammen mit den Künstlern Konzerte wie Pavarotti in Valencia, unter der Chichén Itza Pyramide in Mexiko, Luciano Pavarotti und Roberto Carlos in Concert in Brasililien, Pavarotti in Budapest, Finnland und Bilbao, Las Vegas, Hong Kong, Lyon, Hannover und das Recital di Luciano Pavarotti in Spoleto unvergesslich. Nicht umsonst wurden alle für das Fernsehen aufgenommen.

1994 wurde er künstlerischer Leiter des Salerno‘s Municipal Teatro in Italien. Ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere war die Uraufführung  von Franz Liszts „De Profundis“ zusammen mit seinem Bruder, Pianist Milans Guiseppe, am Verdi Konservatorium. 1998 trat er mit Aretha Franklin und dem Orchster und Chor des Metropolitan Opera House bei den Grammy Awards in New York auf. Vor 60.000 Zuschauern dirigierte er im Winter 2000 „Die drei Tenöre“ im Chicago’s Unite Centre. Konzerte in Beijing und Hong-Kong folgten im Sommer 2001, sowie Vorstellungen in Japan, Korea und Mexico sowie das historische letzte Konzert in Bath, England.

János Ács ist eine der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, der auch 21. Jahrhundert noch wirkt.  Neben seinen berühmten Auftritten als Dirigent  agiert er als Lehrer und Klavierbegleiter für Katia Ricciarelli, Samuel Ramey, Mariella Devia, Ruggiero Raimondi und Nicola Martinucci.  Neben seiner besonderen und bewundernswerten Karriere, gibt er Meisterkurse in italienischer Oper für Sänger wie Mirella Freni, Eva Marton, Gianni Riamondi und viele mehr. Er lehrte am Verona’s Conservatorio di Musica und war Professor an der Musashino Academy of Tokyo. Er ist ein gefragter Juror für internationale Gesangswettbewerbe, gemeinsam mit Giuseppe di Stefano, Franco Corelli, Joan Sutherland, Guiseppe Taddei, Giulietta Simionato und Peter Glossop. Seine letzte CD „Millenium“, mit zusätzlichen Werken von wurde  von Hungaroton verlegt,  und zusammenarbeiten mit Járdányi Pál.

Janos Acs
Stücke: