Alexis Sorbas

Alexis Sorbas

Informationen: 

Musik: Konstantin Wecker
Songtexte: Markus Munzer-Dorn
Buch: Claus J. Frankl

Der Text der Szenen richtet sich inhaltlich nach dem Roman von Nikos Katzanzakis.

Casting Informationen: 
  • ALEXIS SORBAS
  • Der BOSS
  • Madame HORTENSE
  • Witwe SURMELINA
  • MAWRANDONIS, Bürgermeister
  • PAWLIS, sein Sohn
  • ELEKTRA, seine Tochter, Bedienung im Kaffeehaus
  • KANDOMANOLJOS, Wirt
  • IPHIGENIA, genannt GINI, seine Tochter, Zimmermädchen bei Hortense
  • MIKIS, sein Sohn
  • Tante LENJO
  • MIMITHOS
  • Ein FAUN
  • Georgios
  • Aggelos
  • Fanurios, der Mandolinenspieler
  • Der Pope des Dorfes
  • Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes

 

 

Synopsis:

"Das Leben lieben und den Tod nicht fürchten" ist das Leitmotiv des Romans: Alexis Sorbas, der "Held" des Musicals, ist ein Lebenskünstler. Ihn haut so schnell nichts um, er ist mit allen Wassern gewaschen. Gefragt oder ungefragt erzählt er jedem gerne Geschichten, die von Lebensumständen, von Nöten und Lösungen berichten. Er glaubt weder an Gott noch Teufel und hat seine eigene Philosophie entwickelt. Sorbas liebt das Leben - und die Frauen. Und zur Vertreibung von Sorgen hat er für sich ein besonderes Rezept entdeckt: das Tanzen. In Sorbas steckt so etwas wie ein Faun, der sich von Zeit zu Zeit Luft verschaffen muss. Dieses Fabelwesen, halb Mensch halb Bock ist ein Naturgeschöpf und lebt ausschließlich seinen eigenen Bedürfnissen und seiner Lust. Als Gott verehrt, soll für Fruchtbarkeit von Mensch und Tier sorgen und das Wachstum der Natur begünstigen! Alexis Sorbas trifft auf einen Mann, der sein Dasein nicht "leicht" nehmen kann, auf einen Verstandesmenschen, dem er sich als Koch anschließt. Von nun an lenkt Sorbas nicht nur sein eigenes Geschick, sondern auch das Leben des Schriftstellers, seines "Bosses", der ihm zunehmend zum Freund wird. Auf der Insel Kreta wollen beide ein Bergwerk reaktivieren, der Boss möchte aus der Welt von Papier und Abkapselung in die reale Welt zurückfinden. Im kleinen Dörfchen Elafterios treffen die beiden auf eine archaische Welt: In ihr regie-ren die Männer, sie bestimmen über Moral und Gesetz, über Leben und Tod. Während in den sogenannten „Goldenen Zwanzigern“ in den großen Städten die Emanzipation der Frauen voranschreitet und sich auch Moralvorstellungen ändern, leben die Dorfbewohner nach ihren eigenen strengen Regeln. Zwei Frauen im Umfeld von Sorbas sind "anders": Zum einen Madame Hortense, eine etwas ältere französische Dame, die durch Zufall in Kreta "gestrandet" ist - zum anderen die junge Witwe Surmelina, von der die Männer des Dorfes träumen, die aber selbstbestimmt als Einzelgängerin lebt. Sorbas findet in Madame Hortense, einer ehemaligen Chansonette seine "Bubulina", seine ganz persönliche Freiheitskämpferin - zwischen beiden entspinnt sich ein anrührendes Verhältnis. Der Boss und Surmelina kommen sich auch langsam näher und verlieben sich ineinander. Doch hat ihre Liebe in einem Umfeld von Hass, Neid und Misstrauen eine Chance? Der Konflikt zwischen der Witwe und den Männern des Dorfes eskaliert, als sich Pawlis, der Sohn des Bürgermeisters, der unglücklich in Surmelina verliebt ist, aus Verzweiflung über die Liebesbeziehung zwischen der Witwe und dem Boss erhängt. Die Tragödie ist nicht mehr aufzuhalten: Die Witwe wird von der Dorfbevölkerung in Lynchjustiz getötet, weder Sorbas noch der Boss können sie beschützen! Madame Hortense stirbt bald darauf an einer Lungenentzündung. Und die geplante Seilbahn, die dem Bergwerk Aufschwung und Perspektive geben sollte, bricht in sich zusammen. Sorbas und sein Boss sitzen auf den Trümmern ihrer Träume und Hoffnungen - und beginnen zu tanzen... 

Presse: 

ULRICH KELBER, MITTELBAYERISCHE ZEITUNG – 28.06.2010
" Ein pralles, vitales Theatervergnügen Einfach hinreißend wird in Ingolstadt das Freilicht- Musical „Alexis Sorbas“ gespielt. Komponist ist Konstantin Wecker. [...] Von Genuss zu reden, ist keine Übertreibung, denn zur recht eingängigen Musik kommen in Ingolstadt eine schlüssige Inszenierung und dazu bestens eingestimmte Darsteller, die allesamt mit erfreulichen Leistungen zu faszinieren wissen [...] Turbulente Volksszenen wechseln ab mit feinen, innigen Momenten – ein immer spannender Bilderbogen, überzeugend auch dann, wenn es heikel wird, wenn es nämlich um Gewalt und Tod geht"

ISABELLA KREIM, KULTURKANAL – 28.06.2010
"Das Leben lieben und den Tod nicht fürchten Alexis Sorbas: Ein bekannter Roman von Nikos Kazanthakis, ein weltberühmter Film, mit Musik von Konstantin Wecker, als Musical bearbeitet [...] und die Zuschauer jubeln"

VOLKER LINDER, AUGSBURGER ALLGEMEINE – 29.06.2010
"Mit der Uraufführung des Musicals „Alexis Sorbas“ füllen griechischer Mythos, Weltliteratur und auch ein bisschen mediterranes Urlaubsklischee die Bühne [...] eine runde, amüsante und leichtfüßige Inszenierung, bei der am Ende trotz Bankrotts und Gräueltaten die Freiheitsliebe und die Hingabe an das Leben obsiegen"

Produktionen: 
  • UA: Theater Ingolstadt, 2010
  • 16.06.2012, Burgfestspiele Mayen
Drama
Musiktheater