Fast wie eine Göttin

Fast wie eine Göttin
(Casi una Diosa)

Informationen: 

Von Jaime Salom

Deutsch von Hartmut H Forche & Jaime Roman Briones

 

 

Casting Informationen: 
  • ELENA – Eine Frau unbestimmten Alters, eher vielleicht schon etwas reifer, aber mit einem attraktiven, immer noch jungen und appetitlichen Körper. Sie hat einen durchdringenden Blick, honigfarbene Augen, ist intelligent und maliziös, sehr lebhaft, mir großem Ehrgeiz und Stolz. Insgesamt hat sie einen Hauch von einer gewissen Zeitlosigkeit, man könnte sagen Unsterblichkeit
  • SALVADOR – Ein junger Mann von fünfundzwanzig Jahren, hübsch, er trägt einen kleinen Schnurrbart und kleidet sich mit Eleganz. Er hat etwas Südamerikanisches an sich, obwohl er Spanier ist. Schwarzhaarig, leidenschaftlich, manchmal wahnsinnig, entrückt in Gebiete, die nur ihm möglich sind zu betreten. Er hat nichts von dem grotesken und burlesken Dalí, den wir von seinen späteren Jahren her kennen. Er hat oft gewaltige Angst, die ihn in vielen Situationen einschüchtert, aber in anderen jedoch vorantreibt.
  • PAUL* - Um die zwanzig Jahre alt. Fein, ein Snob, elegant, etwas dekadent, eine Mischung von Naivität und Perversion, Engel und Teufel.
  • EIN SCHAUSPIELER (J.C.)* - Äußerlich so ähnlich wie Paul, aber mit langem Haar und Bart, eine Nachahmung des traditionellen Aspekts von Jesus in der christlichen Vorstellung. Zeitweise erleuchtet, außerhalb der realen Welt, in der er lebt, was aber auch an den Drogen liegen kann, die er in der letzen Zeit konsumiert hat. Zeitweise auch unschuldig, fast kindlich.
  • Der ANDERE – etwas älter als die beiden vorigen, zwischen 30 und 50. Er gestaltet den Charakter der verschiedenen Rollen, so, wie es im Stück erklärt wird.

 

*Diese beiden Rollen sollten von dem gleichen Darsteller gespielt werden.

Synopsis:

In der Morgendämmerung betrachtet GALA mit Blick auf das Mittelmeer, hingestreckt auf einem Kanapée, wie sich die ersten Sonnenstrahlen an den Felsen einer der schönsten Buchten der Welt brechen. Diese ewig jung gebliebene Altgewordene fragt sich sehnsuchtsvoll, was sie erwartet, was die Vorhersehung für sie bereit hält und beschwört die Vergangenheit herauf wie eine verwirrend beunruhigende, zärtliche Vision. Fast wie eine Göttin ist ein Puzzle, das in totaler Freiheit von Zeit und Ort durch eine Welt der Gedanken und in realen Situationen den Schleier zu heben versucht, den das geheimnissvolle Verhalten und die komplizierte Innenwelt dieser komplexen und gepeinigten, vielseitigen Frau umhüllt: Gala - Elena Diakonova, aus Sibirien, tiefgläubig, doch ständig mit Tarot-Karten fatalistisch das Schicksal befragend, Geliebte von Paul Eluard, Muse von Salvador Dalí und knallharte Geschäftsfrau des Produktes Dalí, mystisch besessen vom Wahn, der Hauptdarsteller von Jesus Christ Superstar sei eine Reinkarnation von Gott fasziniert uns und es werden Dalís Träume und Phantasien plastisch, ebenso Figuren wie Paul Eluard, Lluis Bunuel, Dalís Vater und der Jesus aus dem Musical.

Das Stück atmet den überklaren Surrealismus Dalís, der in realistischem fast altmeisterlichen Detail vor einem fantastischen hellblauen Himmel mit spindeldürren Beinen stolzierender Elefanten und geschmolzenen Uhren ohne Zeiger durch die Zeit tanzt und kaladeiskopartig ein Bild zusammensetzt von einer unglaublichen Frau – fast von einer Göttin (eine großartige Frauenrolle) überraschend, spannend, unterhaltend.

Produktionen: 
  • UA: 04.02.1993, Teatro Bellas Artes, Madrid
frei zur deutschsprachigen Erstaufführung
Autor(en): 
Besetzung:
1 Dame, 3 Herren
Komödie
Schauspiel