Hamlet außer Kontrolle

Hamlet außer Kontrolle

Informationen: 

Eine Boulevard-Komödie der Woesner Brothers

 

 

Casting Informationen: 
  • SPÜLBURG - ein Regisseur, Kette rauchend, intellektuell, cholerisch
  • LOLLY - eine Regieassistentin, die herumläuft wie ein Punker-Mädchen und keinen Bock auf ihren Job hat
  • JOSEPHINE-ODETTE - eine französische Kostümbildnerin mit hohen Ansprüchen und geringen Fähigkeiten
  • GAFFA - ein norddeutscher Lichttechniker mit zwei linken Händen
  • ALWIN - ein hessischer Tontechniker, der gern viel redet, alles besser weiß und trotzdem von nichts eine Ahnung hat
  • ORTWIG - ein hypochondrischer Kameramann
  • HERRMANN VON HÖGENSTOLZ - ein Schauspieler, ehemalige Lichtgestalt des deutschen Heimatfilms der Fünfziger und Sechziger
  • Herr TAGTOPF - ein Sparkassenangestellter
  • ERNA BRENZLIG - eine Berliner Rentnerin
  • ERWIN BRENZLIG - ihr Mann, der neben seiner Frau schneller gealtert ist, als notwendig: 

Die Uraufführung wurde mit sieben Schauspielern realisiert, wobei der Darsteller von Herrmann von Högenstolz auch Erwin Brenzlig und Herrn Tagtopf und die Darstellerin von Josephine-Odette auch Erna Brenzlig spielte. Erna und Erwin Brenzlig sollten bei Aufführungen bevorzugt mit dem regionalen Dialekt des jeweiligen Aufführungsortes gespielt werden (also in Berlin berlinisch, in Dresden sächsisch, in München bayrisch usw.).    

Synopsis:

In der zwerchfellerschütternden Komödie aus der Feder von Ralph Woesner geht es um Hamlet und um eine wahnsinnige, vor allem wahnsinnig untalentierte Filmcrew, die den Shakespeare-Klassiker verfilmen will, aber statt großer Kunst nur großen Murks – und damit reichlich Anlass zum Lachen – produziert.  Nach mehreren fulminanten Flops plant STEFAN SPÜLBURG, mittelmäßiger Filmregisseur mit großen Ambitionen und noch größeren Geldsorgen, seinen ganz großen Durchbruch: die Verfilmung des Shakespeare-Klassikers Hamlet. Tausende und abertausende Schüler werden in die Kinos strömen ... Die Schüler werden ihre Eltern und Großeltern in den Film schicken... Schließlich wird eine ganze Nation im Hamlet-Fieber sein... Spülburg ist clever: Er weiß, dass Herzblut und ein guter Stoff alleine heutzutage nicht mehr ausreichen. Nur mit bekannten Film- und Fernsehstars ist der Erfolg bei Kritik, Publikum und an der Kinokasse zu schaffen. Deshalb verpflichtet er einige der beliebtesten deutschen Kinogrößen. Um deren saftige Gagen zu finanzieren, spart er an allen anderen Ecken und stellt für Crew und Nebenrollen die billigste und gleichzeitig untalentierteste Truppe zusammen, die überhaupt zu kriegen ist. Doch schon am ersten Drehtag ist die Katastrophe perfekt: Weil Spülburg das Datum verwechselt hat, werden die Stars erst am nächsten Tag eintreffen, der Drehplan gerät völlig aus den Fugen.

Zur Rettung stellt Spülburg seine dilettantische Crew vor die Kamera, Bluescreen-Technik und ausgefallene Kamera- Einstellungen sollen die Notlösung kaschieren. Nur leider hat Spülburg die Rechnung ohne seine Ersatz-Mannschaft gemacht. Denn kaum steht die im Rampenlicht, entwickeln die "Schauspieler“ weitaus schlimmere Allüren, als von den echten Stars jemals zu erwarten gewesen wäre. Ausnahmslos alles geht drunter und drüber – und Spülburgs geliebter Hamlet gerät völlig außer Kontrolle.

Presse: 
  • Berliner Morgenpost: "(...) Lachorgien im Publikum. [...] Der Hamlet mutiert zum rauen, herben Volkstheater mit viel knackigem Witz und süffisanten Kalauern." 
Produktionen: 
  • UA: 13.06.2008, Woesner Brothers Theatersommer, Berlin
  • 11.06.2015, Theatergruppe KUKUG - Kulturkulisse Gmünd, AT
Autor(en): 
Besetzung:
2 Damen, 5 Herren
Komödie
Schauspiel