Ring of Fire

Ring of Fire

Informationen: 

Das Johnny Cash Musical

Buch von Richard Maltby, Jr.
Konzept von William Meade
Musikalische Zusammenstellung von Jeff Lisenby

Deutsch von Daniel Call

 

Das Musical RING OF FIRE – die einzig autorisierte Fassung – bringt achtunddreißig Johnny-Cash-Songs, unter anderem »Country Boy«, »A Thing Called Love«, »Five Feet High« ,«Rising«, »Daddy Sang Bass«, »I Walk The Line«, »Everywhere«, »The Man in Black«, natürlich den Titelsong »Ring of Fire« und auch Cashs letzten Hit »Hurt«. Nicht alle Lieder hat Johnny Cash selbst geschrieben, aber alle hat er selbst gesungen – und alle sind weltbekannt. Richard Maltby, ein Broadway-Regisseur, Tony-Award-Gewinner (»Ain't Misbehavin«) und der eigentliche Schöpfer des Musicals Ring of Fire, ist mit der Art der Darbietung ein großes Risiko eingegangen. Er wählt eine ganz besondere Form, um sich diesem Ausnahmekünstler anzunähern: Es gibt in seiner Musical-Fassung nicht einen Johnny Cash, sondern drei, statt einer äußerlich erkennbaren Handlung hat er Dialogfragmente zusammengestellt, die einen die Handlung erspüren lassen, und konsequenterweise kommen die Lieder auch nicht in einer chronologischen Reihenfolge, sondern folgen einem thematischen roten Faden. Richard Maltby sagte dazu, er wolle Johnny Cash als Sänger und Schreiber seiner Texte zeigen, nicht die bekannte Geschichte seiner Probleme und Störungen. Anders gesagt, Richard Maltby traut dem Publikum mehr zu, als die meisten Librettisten, Produzenten und Regisseure von Musicals es tun. Und vielleicht hat man gerade deswegen am Ende das Gefühl, den Künstler und Menschen Johnny Cash ein Stückchen mehr begriffen zu haben.

Orchesterbesetzung:
Keyboard 1/Conductor, Keyboard 2/Rhythm Gitarre, Gitarre 1 (Electric und Akustisch), Gitarre 2 (Electric und Akustisch), Guitar 3 (Akustisch)/Dobro/Harmonica, Violine (Geige)/Mandoline, Bass (Akustisch), Drums
Casting Informationen: 
  • MANN 1 -  kann akustische Gitarre spielen, in der Partitur Scott 
  • MANN 2 -  kann akustische Gitarre spielen, in der Partitur Steve 
  • MANN 3 -  kann akustische Gitarre spielen, in der Partitur Jeremy 
  • MANN 4 -  in der Partitur Brandon
  • FRAU 1  -  in der Partitur Julie
  • FRAU 2 -   in der Partitur Erin 
  • FRAU 3 -   in der Partitur Erica 
  • FRAU 4 -   in der Partitur Marissa

 

Synopsis:

Was kann man noch über Johnny Cash sagen, das nicht hunderttausend Mal geschrieben und gedruckt worden ist? Über ihn, den großen Country-Sänger, über "The Man in Black"? Über den größten Star der 50er und 60er Jahre? Über den Rebell, den Gesetzlosen, den Helden, die Legende Johnny Cash? Was sagen zu den vielen Urteilen und Fehlurteilen, die über ihn abgegeben wurden? Wie sollte es auch anders sein, bei einer Karriere, die 1955 mit jugendlicher Sorglosigkeit begann und 2003 in einem Drama endete? Dabei wollte Johnny Cash nichts weiter sein als ein einfacher Mann, der einfache Musik für einfache Menschen machte!
Eine Menge Leute sind zu Lebzeiten von Johnny Cash und auch nach seinem Tod auf den Straßen und in den Gefängnissen der USA krepiert. "Ich hab 'nen Mann in Reno erschossen, ich wollte einfach nur zusehen, wie einer stirbt", sang er im Folsom Prison Blues. Das wurde ihm ohne Weiteres abgenommen, das klang so glaubwürdig, dass er bis zuletzt in Interviews klar stellen musste, dass er alles in allem nur ein paar Tage im Knast verbracht hat, weil er Drogen konsumierte und weil er im Rausch Krawall machte. Schließlich war er der Erfinder des täglich zu verwüstenden Hotelzimmers!
Am 27. Juni 1965 verursachte er durch einen defekten Auspuff seines Wohnmobils in einem Nationalpark ein Großfeuer, das 205 Hektar Wald vernichtete; Johnny Cash musste 82 000 Dollar Schadenersatz zahlen. Am 4. Oktober 1965 wurde er auf dem internationalen Flughafen von El Paso verhaftet, als er in seinem Gitarrenkoffer über tausend Amphetamintabletten in die USA schmuggeln wollte. Und dann gibt es die romantische Geschichte, dass er einfahren musste, weil er June Carter, die Frau, die allzeit zu ihm hielt, nachts in einem Park Blumen gepflückt hatte. Doch das war wahrlich nicht der Johnny Cash, den June ertragen musste. Wie er selbst sagte, bestanden die ersten zehn Jahre seiner Karriere vor allem aus Touren und Drogen. Doch spätestens seit seinem Comeback beim legendären Auftritt im Folsom Prison war er eine der größten Legenden im Musikgeschäft.

Ring of Fire - Das Johnny Cash Musical ist keine gespielte, gesungene oder gar getanzte Biographie des großen Sängers. Ring of Fire - der Titelsong stammt von June Carter - ist vielmehr so etwas wie das Fazit von Cashs Siegen und Niederlagen, der Extrakt seines Schaffens, die Quintessenz seines Fühlens und Hoffens. Entstanden ist eine einzigartige musikalische Show, die gewissermaßen aus dem Herzen seiner Lieder kommt. Und diese handeln von Liebe und Glauben, Kampf und Erfolg, vom Wühlen im Dreck und von Erlösung, von Heim und Familie. Oder wie es Johnny Cash selbst ausgedrückt hat: "I love songs about horses, railroads, land, judgement day, family, hard times, whiskey, courtship, marriage, adultery, separation, murdery, war, prison, rambling, damnation, home, salvation, death, pride, humor, piety, rebellion, patriotism, larceny, determination, tragedy, rowdiness, heartbreak and love. And mother. And God."
Das Musical Ring of Fire bringt achtundreißig Johnny-Cash-Songs, unter anderem "Country Boy", "A Thing Called Love", "Five Feet High" ,"Rising", "Daddy Sang Bass", "I Walk The Line", "Everywhere", "The Man in Black", natürlich den Titelsong "Ring of Fire" und auch Cashs letzten Hit "Hurt". Nicht alle Lieder hat Johnny Cash selbst geschrieben, aber alle hat er selbst gesungen – und alle sind weltbekannt. Bob Dylan schrieb nach Johnny Cashs Tod über Cash, seine Musik und seine Texte. Über "I Walk the Line" sagte Dylan: Jede Zeile sei "deep and rich, awesome and mysterious all at once. Even a simple line like I find it very, very easy to be true can take your measure."
 

 

Presse: 

Donaukurier, Deutsches Theater München, 11.2019:
„Das famose Ensemble (…) tut ein Übriges, um die akustische und optische Zeitreise perfekt zu machen. (…) Alle brillieren am Mikrofon und diversen Instrumenten.(…) Ring Of Fire bringt den Zuhörer dem Verständnis der Ikone Cash, der das letzte Mal am 7. Juli 1994 im Circus Krone in München auftrat und 2003 starb, ein großes Stück näher und ist obendrein prächtige Unterhaltung. (…) Absolut sehens- und hörenswert.“ 

Münchner Merkur, Deutsches Theater München, 11.2019:
„Ring of Fire (läuft) nie Gefahr, billige Kopie zu sein. Vielmehr verneigt sich das Ensemble vor Cash, indem es zu seinem Schaffen einen eigenen, hörenswerten Zugang findet.“ 

Abendzeitung, Deutsches Theater München, 11.2019:
„Selbst wer des Englischen wenig oder gar nicht mächtig ist, kann bedenkenlos in diese Show gehen. Denn im Mittelpunkt steht die Musik, und die ist toll. (…) Vor allem sind die sechs Ensemblemitglieder – allesamt Musicalprofis aus den USA – wunderbare Sänger, sie verbinden die Präzision des Musicalfachs mit dem Sound der ländlichen amerikanischen Folklore.“ 

Kultur in München, Deutsches Theater München, 11.2019:
„Sherry Lutken ist es gelungen, das zweistündige Stück mit viel Liebe und Heiterkeit, jedoch genauso viel Tiefgang zu füllen. Die Darsteller sind so unglaublich gut aufeinander eingespielt (...), die Lieder werden mit herausragender Authentizität dargeboten. (…) Johnny Cash, der selbsternannte Man in Black, bietet mit seinem Leben den optimalen Stoff für eine großartige Geschichte. Sie ist voll von Schicksalsschlägen, wie dem Tod seines Bruders, und dennoch von Glaube, Liebe und Hoffnung auf eine bessere Welt. (Ring of Fire) transportiert all diese Gefühle auf das Publikum und bietet der großartigen Musik einer Weltikone die perfekte Bühne, um zu erklingen.“ 

Talkin' Broadway:
"Cash wäre zu Recht stolz gewesen."

BroadwayWorld.com:
"Aus den Liedern und Geschichten einer wahren Legende entsteht ein theatralisches und musikalisches Erlebnis, das dein Herz erhebt und deine Seele bewegt."

Produktionen: 
  • UA: 2005, Studio Arena Theatre, Buffalo
  • 2006, Broadway's Barrimore Theatre, New York
  • 12.03.2010, Western Star Productions, Mohrsville, PA
  • 08.04.2010, Town and Country Players, Melrose, MN
  • 15.04.2010, Broadway Palm Dinner Theatre, Fort Myers, FL
  • 08.07.2010, Fireside Dinner Theatre, Fort Atkinson, WI
  • 08.07.2010, Cornwell Turkey House, Inc., Marshall, MI
  • 16.07.2010, Fullerton Civic Light Opera, Fullerton, CA
  • 22.09.2010, Merry Go Round Playhouse, Auburn, NY
  • 21.07.2011, S.T.A.G.E. Inc, Bulverde, TX
  • 15.10.2013, Grand Theatre London, Ontario CA 
  • 24.10.2013, The Foundation of Arts of N.E. Arkansas Jonesboro, AR 
  • 20.02.2014, Theatre At The Center, Munster, IN 
  • 04.08.2014, Shawnee Playhouse, Shawnee On Delaware, PA
  • 13.11.2019, Deutsches Theater München 
Drama
Musiktheater