Romeo & Bernadette

Romeo & Bernadette

Informationen: 

Buck und Liedtexte von Mark Saltzman
Musikalische Adaption und Arrangement von Bruce W. Coyle 

 

Romeo hat das Trauerspiel mit Julia überlebt und wacht nach Jahrhunderte langem Schlaf im Jahr 1960 wieder auf. Nur um festzustellen, dass einfach alles anders ist! Der Spaß ist vorprogrammiert, die Musik ist angelehnt an bekannte italienische Melodien.

 

 

Orchesterbesetzung:
Keyboard I (Conductor)
Keyboard II
Reed (A Sax, Kl, Fl)
Gtr (Akustisch mit Pick-up/Hollow Body Jazz E-Gitarre, Mandoline mit Pick-up)
Bass (Acoustic Upright Bass, E-Jazz Bass)
Drums
Casting Informationen: 
  • ROMEO (Tenor)
  • BERNADETTE PENZA (Hoher Belt mit starkem Mix. Starker Belt bis e'', der Spitzenton am Ende ihres Solos "One Tender Word")
  • TITO TITONE (Tenor)
  • DIENO DEL CANTO/Brooklyn Guy (Lyrischer Bariton)
  • DONNA DUBACEK/ Brooklyn Girl (Belt und Mix, Belt bis c'')
  • SAL PENZA (Baritone)
  • CAMILLE PENZA (Mezzo)
  • CHARACTER MAN  (Lyrischer Baritone), spielt auch ENZO ALIRIA, LOUIE, ARDEN THE FLORIST, Father KENEELY, VIOLA DUKE, ROZ) (Können auch vom Ensemble/Chor gespielt werden)
  • "LIPS" (Charakter Baritone bis f#)
  • DON DEL CANTO / AIRPORT SUPERVISER (Baritone bis zum hohen g)

 

Synopsis:

Die Zuschauer dachten natürlich, er sei tot. Sie hatten ja mit eigenen Augen gesehen, wie ROMEO nach der Tragödie mit JULIA Gift nahm. Aber er überlebte das Trauerspiel. Es stellt sich nämlich heraus, dass er gar kein Gift geschluckt hat, sondern genau wie sie einen Schlummertrunk. Allerdings einen, der besonders lange wirkt – mehrere Jahrhunderte lang, bis 1960. Dann erwacht er. Und zwar so, wie er aus dem Leben gegangen ist. Oder sagen wir besser, wie er von der Bühne abgetreten war.
1960 gibt's natürlich keine Spur mehr von den Capulets und Montagues, und von Julia auch nicht. Dafür trifft Romeo BERNADETTE PENZA, ein Mädchen, das irgendwie Julia ähnelt. Anderseits ist Bernadette, wie junge Mädchen jetzt – 1960! – sind: hübsch, flott, und vor allem nicht abgeneigt, mit ihm ins Bett zu steigen. Sie findet ihn echt witzig. Allein, wie er gekleidet ist! Wahnsinnig flippig!
Soweit alles schön und gut, jedoch: Bernadettes Familienverhältnisse sind so, dass Romeo besser die Finger von ihr lassen sollte. Miss Penza ist die Tochter eines amerikanischen Mafiabosses, nur vorübergehend in Verona, zusammen mit den Eltern auf der Durchreise. Vor allen Dingen gibt es keinen Zweifel daran, dass sie bald einen Typen heiraten wird, den ihr Vater ausgesucht hat. Da Romeo aber nun mal ist, wie er ist, folgt er ihren Spuren und landet so im Handumdrehen in der Bronx. Und beinahe noch schneller wird er Mitglied einer Gangsterbande, die mit der Gang von Bernadettes Vater verfeindet ist.
Therapeuten würden sagen: Romeo ist dem vertrauten Verhaltensmuster gefolgt. Es kommt, wie es bei dieser Konstellation kommen muss, es gibt Dramatik, Romantik und selbstverständlich auch Balkon-Szenen. Anders als in früheren Jahrhunderten läuft die Geschichte diesmal allerdings (trotz der beiden "Dons", die auch nicht gerade zimperlich sind) auf ein glückliches Ende zu.

Diese Version hat auch mehr Komik als die Sache von Shakespeare. Als Erstes bringen seine neuen Kumpel Romeo zum Beispiel bei, wie man Brooklynesisch spricht. Man sagt nicht zierlich, affig: "Ich glaube nicht, mein Herr", man benutzt stattdessen zwei kraftvolle Worte: "Fergedd aboudit". Musikalisch lässt sich dieses Musical nicht festlegen. Gelegentlich klingt's nach Bellini und Puccini, an anderen Stellen nach dem frühen 20. Jahrhundert und Filmmusik. Und einige Songs hören sich an, als würde der Opernchor der Mailänder Scala ein neapolitanisches Volkslied vortragen. Oder wie es in einer Kritik heißt: "Die Musik huldigt den besten italienischen Melodien, bekannt aus Film und Fernsehen und vielen, vielen Pizerrien."
Mark Saltzman, der das Stück und die Songs geschrieben hat, ist ein erfahrener, mit Emmys ausgezeichneter Theaterautor mit einer langen Karriere im Fernsehen. Romeo & Bernadette ist nur eins seiner zahlreichen Musicals, zu denen unter anderem "Mrs. Santa Claus" und "The Tin Pan Alley Rag" gehören.

Carbonell Awards, Best New York (play or musical) Nomination, 2003

 

Presse: 

Gannett Papers:
"Das Buch ist gut geschrieben, unzüchtig und außerordentlich witzig (....) Ein atemberaubendes männliches Sextett beendet den ersten Akt mit einem Nervenkitzel (....) Es ist ein ungewöhnliches Konzept - es stellt das verrückte Textbuch einer Reihe von reichen musikalischen Darbietungen gegenüber - aber es klappt."

Miami Herald:
"Alles, was Mark Saltzmans neues Musical im Coconut Grove Playhouse braucht, ist eine Broadway-Buchung, und zwar pronto. Romeo und Bernadette ist die Art von hochfliegender, trommeldichter musikalischer Komödie - mit Schwerpunkt auf der Komödie - für die Broadway-Produzenten viele Jahre und Millionen von Dollar ausgeben. Makellos besetzt, kunstvoll gestaltet und mit maestroartigem Flair von Mark Waldrop inszeniert, ist die Show, wie versprochen, eine Art "Romeo und Julia" trifft "Die Sopranos" in Form von "Guys and Dolls" (....) Romeo und Bernadette ist ein Fest für die Ohren".

Sun-Sentinel, Florida:  
"Was für ein Gejohle! Die neue musikalische Komödie (und wir meinen Komödie) im Coconut Grove Playhouse geht mit William Shakespeares berühmtester romantischer Tragödie auf und riecht nach Marinara-Sauce. Romeo und Bernadette ist eine moderne Fusion von Bardenso-sad "Romeo und Julia" und der verrückten Welt von "Guys and Dolls" mit einem kleinen Stück "The Sopranos".

 

 

Produktionen: 
  • UA: 2003, Coconut Grove Playhouse, New York
Komödie
Musiktheater