Später Besuch

Später Besuch

Informationen: 

Dietrich Bonhoeffer redivivus
Von Bernhard Setzwein

 

 

Casting Informationen: 
  • DIETRICH BONHOEFFER - 39
  • JOSEF MÜLLER - der „Ochsensepp“, 47
  • FRANZ-JOSEF STRAUSS - 21
  • MARIA VON WEDEMEYER - Bonhoeffers Braut, 20
  • WÄRTER
  • KINDERSTIMME - aus dem Off, 4
Synopsis:

Zwei Männer. Beide im Widerstand gegen das NS-Regime. Der eine Protestant, der andere Katholik, beide handeln aus tiefster christlicher Überzeugung. Beide landen im Chaos der letzten Kriegstage im KZ Flossenbürg. Der eine stirbt dort qualvoll am Strang, während der andere noch einmal in einen Gefangenentransport prominenter Häftlinge gerät, der schließlich in Südtirol von den Alliierten befreit wird. Der eine wird nach Kriegsende zum Mitbegründer der CSU und ihr erster Vorsitzender, der andere zu einer mythisch-überhöhten Heiligenfigur, zum Symbol für den Widerstand schlechthin – Dietrich Bonhoeffer und Josef Müller, genannt „der Ochsensepp“. Beide eint, dass der konkrete Mensch hinter der zum Symbol verklärten Figur verschwindet. Aber was, wenn sich diese Männer noch einmal träfen, in später, schon traumbereiter Nacht? In einer Zeit entscheidender Weichenstellungen, Ende 1945, in der Gründungsnacht der CSU? Was hätten der eine, dessen Schuld es war, überlebt zu haben, und der andere, der das Nachkriegsdeutschland nicht erleben durfte, sich zu sagen?

Presse: 

Bayerische Staatszeitung, Landestheater Oberpfalz, Gedenkstätte Flossenbürg, 15.04.2016:
"[...] Text und Regie (vonTill Rickelt, dem künstlerischen Leiter des Landestheaters Oberpfalz) schaffen es, die Erinnerung an Bonhoeffer an authentischem Ort zu wecken und wachzuhalten. Es ist ein beeindruckender Theaterabend."

Landshuter Tagblatt, Landestheater Oberpfalz, Gedenkstätte Flossenbürg, Christian Muggenthaler, 12.04.2016:
"Setzweins Text schafft es in seiner offensichtlichen Fiktionalität, dass das Publikum ihm in die Biografie des Mannes folgen kann. Denn er öffnet so die Tür zur Imagination. In Rückblenden wird nun von den letzten Tagen Bonhoeffers erzählt, immer am Dokumentarischen entlang, aber immer auch: Bühnenerzählung bleibend [...] Ja, es gibt vielleicht doch diese Kräfte, die einen Menschen zum Helden machen können, zeigt das Stück. Sie heißen Glaube und Liebe."

Mittelbayerische Zeitung, Landestheater Oberpfalz, Gedenkstätte Flossenbürg, 11.04.2016:
"[...] aber vielleicht eröffnen Stücke wie Bernhard Setzweins "Später Besuch" ja eine neue Perspektive für die Nachgeborenen, und auch darauf dass die Vergangenheit einer Blitzentsorgung entgeht. Der nächtliche Dialog zwischen zwei NS-Widerständlern, den der in Ostbayern lebende Romancier und Dramatiker ersonnen hat, rührt tief an jene Schnittstellen unserer Geschichte, in denen es um die Kernfragen von Schuld, Verantwortung und Moral geht." 

Neuen Tag, Landestheater Oberpfalz, Gedenkstätte Flossenbürg, 11.04.2016: 
"Der Dialog der beiden Protagonisten kreist um die Kernfragen von Moral, von Schuld und Verantwortung – und ist gleichzeitig unendlich spannend [...] nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltend [...] Für die berührende Inszenierung gibt es zu Recht langanhaltenden Applaus."

Produktionen: 
  • UA: 09.04.2016, Landestheater Oberpfalz, Gedenkstätte KZ Flossenbürg
Autor(en): 
Besetzung:
1 Dame, 3 Herren
Drama
Schauspiel