Tischlein deck dich

Tischlein deck dich

Informationen: 

Eine fantastische Geschichte nach den Brüdern Grimm
Von Frank-Lorenz Engel
 

 

Casting Informationen: 
  • OBERON - später verwandelt in eine Ziege
  • TITANIA
  • ROBIN - Elf, später verwandelt in den Knüppel aus dem Sack
  • BOHNENBLÜTE - Elfe, später verwandelt in den Goldesel
  • SEBASTIAN ZWICK - Schneider, Vater von drei Söhnen/Dieb
  • CHRISTIAN - sein 1. Sohn, lernt Schreiner
  • ADRIAN - sein 2. Sohn, lernt Müller
  • FLORIAN - ein Findelkind, angenommen als 3. Sohn, lernt Drechsler
  • SPINNWEB - Elfe/AMANDA RIPPENSPEER - Wirtin
  • SENFSAMEN - Elfe/Fräulein JOHANNA - ein Findelkind, Kellnerin in der Taverne Rippenspeer
Synopsis:

Es herrscht Aufruhr im Elfenreich. Ein Kind wurde gefunden und der Elfenkönig und die Elfenkönigin streiten sich nun darum, was mit dem Kind geschehen soll. Soll das Findelkind zurück zu den Menschen oder lieber im Elfenreich bleiben? Gibt es doch unter den Menschen nur Zwietracht, so behauptet der König! Die Elfenkönigin aber verzaubert im Streit den König in eine Ziege und bringt das Kind zurück zu den Menschen, wo es von einem armen Schneider aufgenommen wird. Das will der Elfenkönig nicht auf sich sitzen lassen und als Ziege, die er nun ist, geht er zur Familie des Schneiders und übernimmt das Kommando, um zu beweisen, dass die Menschen keinen Familiensinn haben.  Zunächst gelingt es ihm auch die Söhne des Schneiders in Ungnade fallen zu lassen, so dass dieser seine Söhne verstößt. Sie gehen zu verschiedenen Handwerkern in die Lehre und erhalten am Ende ihrer Lehrzeit Zauberdinge, die ihnen aber von einer diebischen Wirtin abgenommen werden. 

Nur der jüngste Sohn, das Findelkind, kann die wertvollen Gegenstände zurückholen. Dazu aber bittet er um die Hilfe seiner Brüder.  Am Ende können sie ihren Lohn zurückholen und dem Elfenkönig beweisen, dass es auch in der Menschenwelt Eintracht und Zusammenhalt in der Familie gibt.

Presse: 
  • Hanau Post, Christian Spindler, 27.05.2013:
    "Moralisch wertvoll - Es ist manches anders im Märchen ,Tischlein deck dich' wie es Frank-Lorenz Engel bei den Brüder-Grimm-Festspielen in Hanau erzählt. Und doch geht in der Inszenierung…nichts von der vertrauten Geschichte verloren. Im Gegenteil. Der kommissarische Festspiel-Intendant erzählt in seiner Version gleichsam auch die Vorgeschichte und liefert mit dieser gekonnten Erweiterung so manche Erklärung. Man erfährt etwa, warum die Ziege hinterlistig ist (sie ist der verwandelte Elfenkönig Oberon) oder woher die Zauberkraft von Tischlein, Goldesel und dem Knüppel kommt. (Auch hier hat Elfenkönigin Titania alias Nadine Buchet ihre Hand im Spiel.) Nicht nur die Namen der Elfen-Protagonisten und eine Findelkind-Geschichte liefern dabei Anklänge an Shakespeares ,Sommernachtstraum'. Das weithin bekannte Märchen vom Schneider, der wegen einer Ziege seine Söhne verstößt, die dann bei Tischler, Müller und Dechseler in die Lehre gehen und die Zaubergeschenke bekommen, dampft Engel indes etwas ein und filtriert geschickt die Essenz heraus. Natürlich gibt es das bekannte ,Ich bin so satt, ich mag kein Blatt! Mäh! Mäh!' oder die Zauber-Szenen mit ,Bricklebrit!'. Eindrucksvoll arbeitet Autor und Regisseur Engel auch heraus, wie der Schneider Zwick dem äußeren Schein und der Täuschung in Gestalt der arrogant-miesen Ziege verfällt. All das wird mit leichter Hand erzählt, stellenweise mit Humor, Ironie und viel Tempo. Furios die Wirtshaus-Szene, in der ausgelassen gesungen, getanzt und sogar der ,Gangnam Style' zitiert wird. Nicht nur hier und bei den amüsanten Auftritten des Kampfsport-Knüppels beeindruckt die Inszenierung mit flotter Choreografie (Bart De Clercq) und veritablen Gesangs- und Rap-Einlagen zur Musik von Markus Syperek. ,Tischlein deck dich' ist nicht nur eines der bekanntesten Märchen, sondern gilt auch als eines der moralisch wertvollsten in der 200 Jahre alten Grimmschen Sammlung. Auch Engel liefert eine Botschaft: Er lässt das Hohelied auf die Familie singen. Sogar im Wortsinne. Dabei kommt die Familie ganz zeitgemäß in einer Art Patchwork-Modell daher. Beim sehenswerten Familienstück ,Tischlein deck dich' kommen Kinder und Erwachsene voll auf ihre Kosten."

  • Hanauer Anzeiger, Die Nachrichten, 26.05.2013:
    "Witzige Dialoge, eingängige Lieder und so manche Überraschung begeisterten das Premierenpublikum...Die als Familienstück ausgelegte Produktion punktete aber nicht nur bei den Kindern im Amphitheater, sondern zog auch die Erwachsenen in den Bann. Eine mehr als gelungene Premiere mit langem Applaus und stehenden Ovationen!"

  • Hanauer Anzeiger, Britta Hoffmann-Mumme, 27.05.13:
    "Mit einem Satz: Frank-Lorenz Engel hat in seiner aktuellen Inszenierung von "Tischlein Deck Dich" ein feines Gespür bewiesen für generationsübergreifenden Witz, für straffe Handlung ohne Längen, dafür aber mit viel Dynamik, für Details, die Spaß machen und nicht zuletzt für die Auswahl seiner Darsteller… Das Stück ist ein Knaller und könnte ein Publikumshit werden. Hier stimmt einfach alles: Witzige Texte mit Details, die man erleben muss, super Lieder aus der Feder von Markus Syperek, dazu schmissige Choreographien von Bart De Clercq und tolle Kostüme von Ulla Röhrs… Völlig zu Recht gab es langen Applaus und stehende Ovationen. Auf den Punkt gebracht: Hingehen und angucken!"

  • FAZ, Jan Schiefenhövel, 27.05.13:
    " Wie Elfen eingreifen - Viel Charme und Witz…Engel inszeniert das Märchen der Brüder Grimm zwar kindgerecht, aber nicht flach… Es wird wie ein Musical auf die Bühne gebracht. Die Darsteller singen zu Pop und Diskomusik, Rap und Hip-Hop, tanzen Stepptanz und Tango. Das verleiht der Inszenierung Schwung und Charme. Gesang und Tanz kommen beim Publikum sehr gut an, es gibt mehrfach Szenenapplaus… Engel hat die Handlung um magische Momente erweitert und lässt Elfen auftreten... Auch der Knüppel aus dem Sack ist nicht ein Gegenstand, sondern ein verwandelter Elf (Marius Schneider). Er erhält viel Applaus, wenn er zum Kampftanz wie in Kung-Fu-Filmen antritt…" 

Produktionen: 
  • UA: 25.05.2013, Märchenfestspiele Hanau
Besetzung:
4 Damen, 6 Herren
Familie
Schauspiel