Variationen über einen Nervenzusammenbruch

Variationen über einen Nervenzusammenbruch
(Variations on a Nervous Breakdown)

Informationen: 

Von Jonathan Monro

Deutsch von Daniel Große-Boymann 

 

 

Orchesterbesetzung:
Klavier, Geige (optional), Percussion (optional)
Casting Informationen: 
  • MANN 1: Tenor (sympathischer Darsteller mit komödiantischem Talent)
  • MANN 2: Bari-Tenor (attraktiver Darsteller ggf. etwas jünger als Mann 1)
  • FRAU 1: Sopran/Bel (große schlanke Darstellerin von Vorteil)
  • FRAU 2: Sopran/Belt (sollte etwas älter sein als Frau 1, idealerweise Anfang 40)

 

Synopsis:

Variationen über einen Nervenzusammenbruch ist ein Songzyklus über zwei Männer und zwei Frauen, die herauszufinden versuchen, wer sie sind und wo ihr Platz im Leben ist. Der übergreifende Bogen schildert diese Suche und deren Ende.
Jedoch zeigt dabei jedes Lied eine völlig neue Figur, die jeweils mit einer höchst druckvollen Situation umzugehen hat. Der Zuschauer erlebt, wie sich im Verlauf des Stückes die unterschiedlichen Charaktere vom anfänglichen Lamentieren immer mehr für eine aktivere Bewältigung ihrer Stresssituation entscheiden und dabei zu überraschenden Lösungen gelangen.
Dennoch bleiben in den 18 tragikomischen Minidramen vier Grundtypen erhalten: einer der Männer ist dabei, sich von Frau und Kindern zu trennen; ein anderer versucht Geister seiner Vergangenheit abzuschütteln; eine Frau befindet sich in der Midlifecrisis; die andere ist auf der Suche nach jemandem, durch den sie sich lebendig fühlen kann. Abstrahiert und schlaglichtartig beleuchtet sind diese Prototypen auf den ersten Blick völlig unabhängig voneinander, dennoch kreuzen und bedingen sich ihre Wege immer wieder.

 

Der Songzyklus besteht aus drei Teilen:
1. Nr. 01 "Die Welt ist doch krank! " bis Nr. 06 "Einsamkeit":
Die Charaktere beginnen mit der passiven Rolle des „armen Opfers“ und verändern sich hin zu der Erkenntnis, dass sie schlichtweg allein sind. Vom egozentrisch schuldzuweisenden "Die Welt ist doch krank!" führt uns der Weg über "Die Tänzerin in der Spieluhr", in dem eine junge Frau sich nach dem Retter sehnt, anstatt ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und "Pizza Figaro", eine folgenschwere Geschichte von einem Mann, der die Flucht ergriff, anstatt seinen Saboteur zu konfrontieren, schließlich zu "Einsamkeit", in dem unsere Charaktere mittlerweile verzweifelt die Hände nach jemandem ausstrecken, mit dem sie sich verbunden fühlen können.

2. Nr. 07 "Leb wohl!" bis Nr. 15 "Der Umblätter-Walzer":
Dieser Abschnitt beginnt mit Flucht oder Realitätsverweigerung, wie in "Ach, lebte ich doch in den Twenties", in dem eine Frau von Starruhm in einer vergangenen Epoche träumt, oder "JacquelinesssSssamba", in dem die Flucht des kellnernden erfolglosen Jungschauspielers vor seinem unausweichlichen Schicksal misslingt. Ein doppelter Friedhofsbesuch mit jeweils fragwürdigen Motiven holt uns in die Realität zurück: "Am Grab". Bei "Ashtanga Conga" schließlich haben unsere Figuren herausgefunden, was sie unglücklich macht und daher begonnen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nach Lösungen für ihre jeweiligen Zwickmühlen zu suchen.

3. Nr. 16 "Erfüllende Füllung" bis Nr. 18 "Schlussfolgerung":
Sowohl in "Erfüllende Füllung" als auch in "Wer ich bin" stellen sich die Figuren der Handlung jeweils ihrem größten Gegner: ihren eigenen Ängsten und schaffen es so endlich loszulassen. So beschreibt der Bogen unserer Reise schließlich eine 180-Grad-Wendung und alle vier Charaktere erreichen das gleiche Ziel: wir haben alle unsere Neurosen, wir leiden alle am Druck, sei er selbst oder von außen erzeugt. Aber gerade in diesen Momenten erkennen wir, dass wir uns letztlich alle gleichen.  

 

Trailer

 

Presse: 

Barrie Performing Arts Centre - Calgary Sun, Louis B. Hobson:
"5 Sterne von 5! (...) Ein Vergnügen, dem höchste Wertschätzung gebührt. Monro verdient, mit Größen wie Sondheim und Lehrer verglichen zu werden (...) Mal bringt er das Zwerchfell zum Beben, mal Tränen zum Fließen.“

Barrie Performing Arts Centre -The Way I See It, Amanda Campbell:
„Monros Variationen werden Sie überwältigen. Breakdowns auf der Bühne, Standing-ups im Zuschauerraum!“

Barrie Performing Arts Centre -Calgary Herald, Bob Clark:
"Ausgezeichnet mit vier Betty Mitchell Awards! Darunter 'Bestes neues Musical' und 'Beste Musicalproduktion' (...)  4 Sterne von 4!  (...) Der Beweis, dass wirklich Großes oft in einem kleinem Gewand daherkommt (...) Jedes Lied hat eine in sich geschlossene musikalische Struktur, die es zu weit mehr macht als zum bloßen Vehikel des Texttransportes (...) Sie werden diese Show lieben!“

Barrie Performing Arts Centre -The Globe and Mail, J. Kelly Nestruck:
„Ein Liederzyklus zum Schwärmen! Die Texte sind urkomisch (...) die Charaktere haben neben Humor auch Herz.”

Barrie Performing Arts Centre -The Western Star, Janice Kitchen:
"Starkes Buch, packende Aufführung. Variationen brachte mich zum Lachen, (...) zum Nachdenken (...) Monro hat eine lange und spannende Karriere als Komponist vor sich.“

Barrie Performing Arts Centre -The Georgian, Christopher Vaughan:
"Eine clevere und höchst unterhaltsame Aufführung (...) Ein unverblümter Kommentar über die Verfassung der Menschen des 21. Jahrhunderts.“

Produktionen: 
  • UA: 27.11.2008, Barrie Performing Arts Centre, Barrie, Ontario
  • Frei zur DSE
Drama
Musiktheater