Mega-Märchen-Spektakel der Brüder Grimm
Informationen
Komödie von Don Zolidis
Auch als Einakter verfügbar. Das Stück wird mit Publikumsbeteiligung gespielt.
Deutsche Übersetzung von Nico Rabenald
Weitere Informationen
Sprache(n) des Stücks
- Deutsch
- Englisch
Besetzung
Casting Informationen
Typische Besetzung: 10-20 Rollen oft mit Doppelbesetzungen, eignet sich sehr für größere Schul- und Amateurtheatergruppen.
Minimale Besetzung (5): Dieses Stück kann mit insgesamt 5 Schauspielern aufgeführt werden. Bei einer kleinen Besetzung werden die Erzähler zu Figuren in den Szenen, wie angegeben. Jeder sollte über zahlreiche Kostüme verfügen.
Maximale Besetzung (45): Jede Rolle wird von einem anderen Schauspieler gespielt. Die Erzählerrollen in den einzelnen Märchen können von verschiedenen Erzählern übernommen werden.
- ERZÄHLER 1 (weiblich – möglicherweise)
- ERZÄHLER 2 (männlich – möglicherweise)
- SCHAUSPIELER
- MÄDCHEN
- DRECKHÄNDLER
- RUMPELSTILZCHEN
- ZAUBERIN
- DER TEUFEL
- PRINZ 1
- RAPUNZEL
- ZUSCHAUER
- HANSEL
- GRETEL
- HEXE
- ZWERG 1
- ZWERG 2
- SCHNEEWITTCHEN
- HEXE 2
- PRINZ 2
- JOHANNES
- RABEN
- KÖNIG
- KÖNIGIN
- PLINKIE PLIE
- ASCHENPUTTEL
Jede Rolle kann von jedem Schauspieler unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit gespielt werden. Hier handelt es sich schließlich um eine Fantasiewelt.
Synopsis
Stell Dir folgendes vor: Zwei Erzähler treten vor den Vorhang und verkünden vollmundig, sie würden nun alle 209 Märchen der Brüder Grimm erzählen. In einer Vorstellung. Was als ordentlich durchgeplantes Vorhaben beginnt, gerät schon nach wenigen Minuten vollkommen aus den Fugen.
Schneewittchen begegnet plötzlich dem Wolf aus Rotkäppchen. Aschenputtel verliert nicht den Schuh, sondern gleich die Geduld mit ihren Erzählern. Rapunzels Zopf wird zur Lösung für ein völlig anderes Märchen zweckentfremdet, und mittendrin taucht unweigerlich des Teufels Großmutter auf, um für heillose Verwirrung zu sorgen. Die beiden Erzähler verstricken sich zunehmend in Diskussionen darüber, wessen Geschichte gerade eigentlich erzählt wird, während das wachsende Ensemble in halsbrecherischem Tempo zwischen Prinzen, Hexen, Zwergen, Königen und sprechenden Tieren hin- und herspringt.
Am Ende – irgendwo zwischen Chaos, Slapstick und einem guten Schuss Wahnsinn – fügen sich die Fäden tatsächlich zu einer einzigen, höchst absurden Mär zusammen.
Das Publikum sieht dabei nicht nur zu, sondern wird munter mit hineingezogen: als Statisten, Stichwortgeber oder schlicht als Mitverschwörer im Versuch, die Brüder Grimm zu bändigen.
Don Zolidis' Bearbeitung nimmt die Schwermut der Originalmärchen und dreht sie ins Komische: Die Geschichten bleiben erkennbar, doch ihre Ernsthaftigkeit bleibt auf der Strecke. Ein temporeicher, respektlos-liebevoller Streifzug durch den Märchenwald – für alle, die Schneewittchen schon immer mal anders erlebt haben wollten.
Produktionen
- UA: 19.10.2007, Blackfoot, Idaho, USA