Tell

Tell

TELL - Das Musical

TELL - Das Musical Text von Hans Dieter Schreeb Liedtext von Wolfgang Adenberg Musik von Marc Schubring Frei nach Friedrich Schiller

Informationen: 

Buch von Hans Dieter Schreeb 
Liedtexte von Wolfgang Adenberg 
Musik von Marc Schubring

Das Autorenteam verwandelt mit geschicktem Musical-Handwerk und ergreifender Musik das Stück Schweizer Geschichte in ein ergreifendes Musicalerlebnis, welches mitten ins Herz spielt. Emotional zieht es mit viel Liebe, Zusammengehörigkeit, Freundschaft, Freiheit, Familie, Unabhängigkeit, aber auch Glaube und Hoffnung alle Register. Ein Musicalerlebnis für die ganze Familie.

 

Szenenfotos: 
Orchesterbesetzung:
Fl/Pic, Oboe/English Horn, Kl./Bass Kl., 2 Horns, Bass Pausane, Schlagwerk, 3 Keyboards, Cello, Bass
Casting Informationen: 
  • Wilhelm TELL, um 35
  • HEDWIG, um 30, Tells Gattin, Fürsts Tochter
  • WALTER, um 10-12, Tells Sohn
  • Walther FÜRST, um 55, Wirt in Altdorf
  • Werner STAUFFACHER, um 50, Landamman von Schwyz
  • Arnold vom MELCHTAL, um 20-25, Bauer aus Unterwalden
  • GERTRUD, um 45, Stauffachers Gattin
  • Werner Freiherr von ATTINGHAUSEN, um 70, Bannerherr
  • Konrad BAUMGARTEN, um 22, Bauer aus Unterwalden
  • Hermann GESSLER, um 35, Reichsvogt in Schwyz und Uri
  • JOHANN Herzog von Schwaben, um 25, Neffe des Königs
  • BERTA von Bruneck, Frau von Brunecks Tochter um 16
  • ULRICH von Rudenz, um 18-20, junger Adliger, Attinghausens Neffe
  • Frau von BRUNECK, um 40-45, Bertas Mutter
  • DER HAUPTMANN, um 30-40, Soldat im Dienst Gesslers
  • KONRAD, um 25, ein junger Ritter, Freund von Johann
  • ARMGARD, um 20, Bäuerin
  • Weitere Personen: Fährmann, Wachen, Zöllner, Händler, Marktleute, Diener, Volk
Synopsis:

Die Habsburger unterdrücken das Volk der Waldstätte am Vierwaldstättersee. Johann, der Herzog von Schwaben treibt sich dort herum, um die Dienste der Landvögte im Namen seines Onkels, König Albrecht, zu kontrollieren. Er wird vom berüchtigten Landvogt Gessler auf dessen Burg geladen. Zu Gast sind auch die junge, frei denkende Adlige Bertha von Bruneck und Ulrich von Rudenz, der Neffe des sterbenden Freiherrn von Attinghausen aus Uri. Dieser ist in Sorge, weil sich sein Neffe in die Dienste der Habsburger stellt. Ulrich von Rudenz hegt Hoffnung auf Ansehen und die Gunst der jungen Bertha. Doch sie beschwört Ulrich von Rudenz, sich auf die Seite des Volkes zu schlagen. Die Tyrannei wird immer brutaler und so rufen die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden zum Aufstand. Sie treffen sich heimlich mit Verbündeten auf dem Rütli, um ihren alten Bund zu erneuern. Als Tells Schwiegervater, Walther Fürst, versucht, Tell für ihre Sache zu gewinnen, lehnt dieser vehement ab. In der Not ist er jedoch für sie da. Vorerst aber für seine Familie und sich selbst. Tell zeigt auf seine Weise Mut und Unabhängigkeit. Als er sich weigert, einen Hut stellvertretend für die Obrigkeit zu grüßen, zwingt ihn Gessler zur Strafe, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Bertha fleht um Gnade für Tell, und selbst Ulrich von Rudenz sieht jetzt die Ungerechtigkeit Gesslers. Mit dem zweiten Pfeil trifft Tell Gessler in der Hohlen Gasse und tötet ihn. Sein Tod ist das Signal für den Aufstand. Ulrich von Rudenz entscheidet sich rechtzeitig für sein Volk und erlangt so Berthas Liebe. König Albrecht wird unterdessen hinterhältig von seinem Neffen Johan ermordet. Nach der Tat sucht Johann als flüchtiger Mönch ausgerechnet Barmherzigkeit bei Tell. Doch Tell weist ihn schroff zurück. Als die Landsleute kommen, um Tell als Held zu feiern, lehnt er die Huldigung ab. Tell wird Symbol für Unabhängigkeit und Freiheit.

Die Uraufführung von TELL – DAS MUSICAL hat uns den Schweizer Nationalhelden in emotionaler und kerniger Weise nähergebracht. Der Haupterzählstrang wurde aus der Version von Friedrich Schiller abgeleitet. Das Autorenteam setzte jedoch gezielte Schwerpunkte und reicherte das Werk mit weiteren geschichtsrelevanten Aspekten und gezielter Musical-Fiktion an. Die Inszenierung spielt in der damaligen Zeit und führt Tell nicht in die Moderne. Die Aspekte, die Tell unsterblich machen lassen, werden gekonnt in die Show eingewoben. Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung prägen das mit Emotionen geladene Musical.
 

 

Presse: 

Seebühne Walenstadt - Blickpunt Musical, 01.09.2012:
"Tell - Das Musical ist ein wirklich sehenswertes Stück, frei vom überflüssigem Kitsch und Pathos."

Seebühne Walenstadt - Wilan 24.CH, 01.08.2012:
"Musiktitel wie "Mehr verlang ich nicht", "Ein einfacher Mann", "Wenn nicht Du, wer dann" machen klar: Die Geschichten rund um Tell sind mehr als nur Apfelschuss, Armbrust und Rütlischwur. Dennoch sind genau diese 'Hauptszenen' ausgezeichnet und mit viel Musik- und Lichteffekten inszeniert. Der Zuschauer kann sich gut in die Zeit um 1291 zurückversetzen und erlebt die Gründung der Eidgenossenschaft sozusagen noch einmal hautnah mit. Tell wurde nicht als Held geboren. Er war ein einfacher Mann und Vater. Das Volk machte ihn durch die Umstände der damaligen Zeit und seiner Meisterung der Extremsituation, in die er durch die grässliche Strafe Gesslers gedrängt wurde, zum 'Helden wider Willen'. Tell wollte nicht Held sein. Er setzte sich bloss für sich, seine Nächsten und seine Freiheit ein. Vielleicht machte ihn gerade dies zum Symbol? (...) Tell - Das Musical ist ein Bühnenerlebnis mit 26 Profidarstellern und einem Live-Orchester, das von Freiheit und Mut, Not und Freundschaft, Auflehnung und Hoffnung, Gerechtigkeit und Liebe erzählt. Eine Tell-Inszenierung, wie es sie bisher noch nie zu sehen gab."    

Seebühne Walenstadt - Thurgauer Zeitung Online, 23.07.2012:
"Die Walenseebühne zeigt dieses Jahr Tell - Das Musical. Ein starkes Bühnenbild, eingängige Melodien und überzeugende Darsteller prägen das Stück, das auf Schillers Klassiker basiert (...) Frische Version des Mythos (...) Neben den Einzelleistungen prägen schön choreografierte (Christopher Tölle) Volksszenen und Gesellschaftsanlässe des Adels das Musical Tell. Die Kostüme (Armin Werner) haben nichts mit der eigentlichen Zeit der Handlung Ende des 13. Jahrhunderts zu tun. Sie erinnern eher an die Ära um 1900, was aber keineswegs stört. Das Musical (Regie: Nico Rabenald, der kurz vor Ende der Proben wegen unterschiedlicher Auffassungen in künstlerischen Belangen die Produktion verliess) schildert die Entwicklung vom duldsamen Volk ('so wie es ist, so hat Gott es gewollt') bis zu Aufstand und Erneuerung des Bundes ('wir wollen sein, ein einzig Volk von Brüdern'). Das Textbuch lieferte Hans Dieter Schreeb. Wolfgang Adenberg bezieht in seine Liedtexte immer wieder Originalzitate aus Schillers "Tell" ein. Die Musik (Komponist: Marc Schubrig, Musikalische Leitung: Andreas Felber) veranschaulicht die Handlung, setzt Akzente und betont die Charaktere. Das Bühnenbild von Christoph Weyers nimmt gelungen den Ort der Handlung in der Innerschweizer Bergwelt auf: Aus roh behauenen Baumstämmen und grossen Granitblöcken sind stilisierte Bauernhäuser und Berge konstruiert, seitlich abgeschlossen wird die riesige Bühne von zwei Wehrtürmen."

Seebühne Walenstadt - Tages Anzeiger, Corina Freudiger, 21.07.2012:
"Schweizer Nationalheld als singender Schwerblüter (...) Modernisierter Mythos mit Gänsehaut-Momenten: Am Walensee wurde Tell – das Musical uraufgeführt (...) Es ist viel von Heimat die Rede; in dem Lied, in dem Gertrud ihren Mann zum Aufstand bewegt, sogar von Visionen, für die man einstehen muss. Das ist gänsehautmäßig schön, auch für die nicht ganz so heimatselige Zuschauerin. (...) Als Bühne dient ein schlichter Boden, gesäumt von zwei Hüttchen und hölzernen Anhöhen (Christoph Weyers). Das ist raffiniert, denn diese Berge sind durchlässig für Luft und freiheitsliebende Bergler, wie auch die standfesten Eidgenossen durchlässig sind für das Gedankengut der Revolution. Für die luftige Idee der Unabhängigkeit, in deren Dienste sie sich zu einem einigen Bund von Brüdern zusammenschließen. Die Komplexität dessen, was auf dem Rütli beschlossen wurde, bleibt in diesem Musical allerdings außen vor, ausgefeilte Gedanken bietet hier vor allem die Vorlage. Denn Schillers Drama um die Frage der politischen Verantwortung des Individuums (Tell) und der Gesellschaft (die Eidgenossen) ist intellektuell anspruchsvoll und sprachlich dicht – also das Gegenteil von einem massenwirksamen Musical. Für die Walensee-Bühne wurde der Stoff darum aufgelockert: Marc Schubring hat 26 Lieder komponiert, süffig und klebrig wie frischer Most; inhaltlich wurde einiges gestrichen, anderes hinzugefügt: Der arbeitsamen Berglerwelt stellt Autor Hans Dieter Schreeb etwa das unbeschwerte Leben des Adels gegenüber (...) So erleben wir Gessler vampirbleich und machtbesessen, wie er mit flatterndem Cape und Napoleon-Hut in seinem Burgzimmer dräut und singt: 'Alles Geld, das Gold der Welt, das ist Macht'. Er singt es schön und im Duett mit dem Herzog von Schwaben, der hier von Anfang an mitmischt und mit dessen Besetzung dem Casting ein Coup gelungen ist. Zwei Köpfe kleiner als der düstere Gessler und mit einer schauerhaft hohen Stimme gibt Patric Scott den Königsneffen so schmierig und durchtrieben, dass man hofft, Tell möge doch noch einen dritten Pfeil in seinen Köcher stecken (...) Wie lustig ist das Soldatenleben?"

Seebühne Walenstadt - St. Galler Tagblatt, 20.07.2012:
"Die ausverkaufte Premiere des Musicals Tell auf der Walensee-Bühne vom Mittwochabend ist geglückt. Das Publikum spendete nach dem letzten Akt minutenlang Beifall. Ein starkes Bühnenbild, überzeugende Darsteller und einige eingängige Melodien prägen das Stück, das auf Schillers Klassiker basiert. Fabian Egli verlieh Tell höchste Präsenz und zauberte eine buchstäblich zielsichere Figur auf die Bühne."

Seebühne Walenstadt - Neue Zürcher Zeitung, Adrian Krebs, 20.07.2012:
"Tell als Sänger, kann das gut kommen ? Ja es kann. Am Walensee zeigt ein junges Ensemble (...) eine unterhaltsame Musical-Variante von des Nationalhelden Biografie - frei nach Schiller."  

Seebühne Walenstadt - Neue Luzerner Zeitung, Elisabeth Hausmann, 19.07.2012:
"Tell - das Musical reiht sich ein in die unzähligen Versionen des Tell-Mythos, der zum ersten Mal 1470 im 'Weissen Buch von Samen' erwähnt wird. Es bringt den alten, angestaubt wirkenden Stoff in eine frische, sehenswerte Form. Das Vorpremierenpublikum war begeistert."

Produktionen: 
  • UA: 18.07.2012, Seebühne Walenstadt, CH
Eigenentwicklung
Besetzung:
4 Damen, 9 Herren
Ensemble
Drama
Musiktheater