The Birds of Alfred Hitchcock
Informationen
Musical von William Ward Murta
Unter Mitarbeit von Nila Aalia
Deutsch von Constanze Grohmann und William Ward Murta
Hitchcocks Horror-Klassiker "Die Vögel" als Musical? Nein, unmöglich! – und doch "Ja".
Denn dieses Musical dreht sich tatsächlich um den Film "Die Vögel" – hinter den Kulissen spielte sich seinerzeit zwischen dem "Master of suspense" und seiner neuen Lieblingsschauspielerin eine legendenumrankte Affäre ab...
William W. Murta, seit 1984 am Theater Bielefeld als Musicalkapellmeister engagiert, stellt nach "M… wie Marilyn" (1987) und "Starry Messenger" ("Sternenbote", 2004) mit The Birds of Alfred Hitchcock sein drittes Musical vor.
Weitere Autoren
- Nila Aalia
- Constanze Grohmann
Weitere Informationen
Sprache(n) des Stücks
- Deutsch
Besetzung
Casting Informationen
- TIPPI HEDREN - junge Schauspielerin, die plötzlich zum Star wird
- ROBIN - Krankenpfleger
- PEGGY ROBERTSON - Hitchcocks Assistentin
- JESSICA TANDY - Schauspielerin
- EVAN HUNTER - Drehbuchautor
- JIM - Regieassistent
- RAY BERWICK - Vogeltrainer
- Hitchcocks Stimme
Ensemble: 6 Damen, 6 Herren, Hitchcocks Cameo-Hund
Synopsis
Als Alfred Hitchcock nach "Der unsichtbare Dritte" (1959) und "Psycho" (1960) eine Verfilmung der Kurzgeschichte Die Vögel von Daphne du Maurier plante, engagierte er für die Hauptrolle überraschenderweise eine Anfängerin: Tippi Hedren spielte mit Melanie Daniels ihre erste Filmrolle überhaupt, sie hatte bis dahin als Model gearbeitet und bestenfalls Werbespots gedreht – dort sah Hitchcock sie und engagierte sie vom Fleck weg.
Wie Tippi Hedren rasch Teil der Traumfabrik Hollywood und damit über Nacht zur Schauspielerin mit Glamourfaktor wurde, wird rückblickend aus Tippis Perspektive erzählt. Zunächst überwältigt von dem ungewohnten Interesse, das ihr entgegen gebracht wird, empfindet sie Hitchcocks Aufmerksamkeiten und Einladungen zunehmend als Einschränkung ihrer Freiheit. Am Set dreht sich alles um "Hitch" und seine Wünsche, die übergangslos von der Arbeit am Film in Tippis Privatleben rein reichen, ob es nun um die Kleidung geht, die sie bei einem Essen trägt, oder die privaten Verabredungen zwischen Tippi und dem Drehbuchautoren Evans, die Hitchcock vereitelt. Beim Drehen der berühmten "Dachbodenszene" kulminiert der physische Stress, Tippi bricht zusammen und muss ins Krankenhaus...
Presse
Stadttheater Bielefeld, WDR.de, WDR 4 Kulturtipp, 30.09.2026:
„William Ward Murta […] hat auch eigene Stücke komponiert. Wie "The Birds of Alfred Hitchcock", in dem es wuchtige Szenen und witzige Nummern gibt, viel Gefühl und ein bisschen Ironie. […] "The Birds of Alfred Hitchcock" steckt voller origineller Feinheiten und ist enorm bühnenwirksam – ein anspruchsvolles und begeisterndes Musical...“
Stadttheater Bielefeld, Die Glocke, Dr. Silvana Kreyer, 23.09.2026:
„Schon der erste Blick in William Ward Murtas Musical „The Birds of Alfred Hitchcock“ ist beeindruckend [...] Musikalisch ist „The Birds“ ein Musical par excellence. Murta hat seine Komposition für die neue Bielefelder Fassung fein überarbeitet, die Ouvertüre verändert und einen neuen Song eingefügt.Große Melodiebögen, opulenter Orchesterklang und rhythmischer Drive klingen wie Broadway und Hollywood pur. Unter Murtas Leitung entfalten die Bielefelder Philharmoniker üppigen Glanz. […] Denn das Musical erzählt nicht nur von der Entstehung eines berühmten
Films. Es erzählt von Macht, Verführung und Abhängigkeit [...] Das Musical entstand lange vor der heutigen #MeToo- Debatte. Die neue Fassung wirkt deshalb fast wie ein Blick zurück aus einer veränderten Gegenwart [...] Am Ende gehört der Applaus nicht nur den Darstellern. Auch Murta wird mit Beifall bedacht.Ein Abend voller Hollywoodglanz und Broadwayklang.“
Stadttheater Bielefeld, Neue Westfälische, Johannes Vetter, 22.09.2026:
„The Birds of Alfred Hitchcock kann als Diskussionsbeitrag zur „Me-too-Debatte“ gelten. Er beschäftigt sich mit dem Machtgefüge im Theater. Das Publikum erklärte sich einverstanden und dankte mit langanhaltendem Applaus.“
Stadttheater Bielefeld, minutenmusik.de, Christopher Filipecki, 22.09.2026:
„Schon 2010 traut sich William Ward Murta […] an einen äußerst gesellschaftskritischen Stoff und macht in seinem dritten, selbstgeschriebenen Musical und der vom Theater selbst produzierten Inszenierung ein Fass auf, das vor etwas mehr als 15 Jahren noch nicht so häufig eine Bühne findet. Generell haben viele die Einstellung, Musical müsse leichtfüßig, spaßig, kurzweilig und auf gar keinen Fall schwermütig sein, allerdings macht Murta ziemlich genau das Gegenteil. […] Denn The Birds Of Alfred Hitchcock ist eben keine schlichte Adaption des sehr beliebten und über den grünen Klee hinaus gelobten Thriller-Klassikers. Es ist ein Behind the Scenes, ein Making of, ein Kommentar. […] The Birds Of Alfred Hitchcock [ist] eine bittersüße Zusammenfassung davon, wie schwierig es ist, in solch einem prestigeträchtigen Business wie dem Hollywood-Film die richtige Entscheidung zwischen Ruhm und Erfolg oder Selbstachtung und Grenzsetzung zu finden und danach auch zu handeln. […] Komponist und Autor Murta […] schafft es, dass man das Haus [...] nicht völlig desillusioniert verlässt, sondern angenehm mitgefiebert hat, genug Empörung verspürt, aber auch mit starken musischen Augenblicken die nötige Auflockerung verspürt. Im Stil von großen Broadway-Nummern gibt es Jazz, Swing und sogar fast schon atonale Breitbandballaden mit nicht erwartbaren Harmonien im Wechsel, die sich nach 60s anfühlen, aber nicht altbacken wirken […] für jede*n eine Empfehlung der*die Lust hat, Musicalstoffe anders zu erleben..“
Stadttheater Bielefeld, Der Opern Freund, Markus Lamers, 21.09.2026:
"die Musicalsparte bedient eine enorme Bandbreite, wie viele Theater auch hierzulande inzwischen immer wieder in ihren Spielplänen zeigen. Oftmals gibt es dort sogar echte Raritäten zu entdecken [...] Musikalisch setzt der Komponist hierbei auf einen großen Orchestersound, der einerseits an historische Broadway-Stücke des letzten Jahrhunderts erinnert, andererseits aber auch stark an den großen Hollywood-Sound vieler Filme angelehnt ist. Anstelle eines Ohrwurms bietet die Komposition handlungstragende Lieder und passende Untermalungen, die zu einem runden Gesamtwerk verschmelzen. [...] Es ist wunderbar zu sehen, wie viele cineastische Anspielungen in dieses Musical eingeflossen sind [...] Besonders empfehlenswert ist dieses Musical vor allem für Theaterliebhaber, die sich abseits des gängigen Kanons mal etwas anderes anschauen möchten, das sowohl musikalisch als auch inhaltlich als stimmiges Gesamtwerk überzeugen kann [...] Auf dem Heimweg überlegt man, ob man sich Die Vögel nicht doch mal wieder anschauen sollte – dann vielleicht mit einem etwas anderen Blick auf die eine oder andere Szene als bisher."
Stadttheater Bielefeld - Neue Westfälische, 27.09.2010:
"Murta hat eine schmissige Musik für großes Orchester geschrieben, die die Bielefelder Philharmoniker unter seiner Leitung mit großem Enthusiasmus zum Leben erwecken. [...] Ein großer Wurf ist das aufwendige und detailreiche Bühnenbild von Duncan Hayler, der auch die Kostüme schuf. [...] Überragend ist Katharine Mehrling, die als Tippi Hedren einen nuancenreichen, sich entwickelnden Charakter mit großer emotionaler Bandbreite erschafft und dabei stimmlich wie schauspielerisch intensiv auftrumpft."
Stadttheater Bielefeld - Westfalen-Blatt, 27.09.2010:
"Humor und Tiefgang halten sich die Waage in einem Musical, das auch musikalisch alle Register zieht. Ob atmosphärische Klangmalerei, innige Soli oder große Ensemble-Szenen: Murta trifft den Nerv und bewegt mit locker groovendem Swing, wobei nicht zuletzt Tippis Befreiungssong "Schnitt" auf mich hitverdächtig klingt. Neben einem großartig singenden und spielenden Ensemble führten die Bielefelder Philharmoniker mit punktgenauer Präzision und Spielfreude das neue Stück zum Erfolg. Das Premierepublikum spendete der Uraufführung frenetischen Beifall."
Stadttheater Bielefeld - Focus, 26.09.2010:
"Für sein drittes Musical nach „M... wie Marilyn“ (1987) und „Starry Messenger“ (2004) erntete Komponist William Ward Murta, seit 1984 in Bielefeld als Kapellmeister tätig, minutenlangen Applaus."
Produktionen
- UA: 2010, Stadttheater Bielefeld
- WA: 20.09.2026, Stadttheater Bielefeld