Southern Comforts

Southern Comforts
(Southern Comforts)

Informationen: 

Von Kathleen Clark

Deutsch von Dagmar Windisch

 

 

Casting Informationen: 
  • AMANDA CROSS
  • GUS KLINGMANN
Synopsis:

Southern Comforts ist eine romantische Liebesgeschichte. Held und Heldin sind GUS, von Natur aus mürrisch bis einsilbig, und AMANDA, das pure Gegenteil davon: quirlig, kokett und mit allem morbiden Südstaaten-Charme ausgestattet, den wir seit Vom Winde verweht kennen und schätzen. Southern Comforts ist erstaunlich glaubhaft und erstaunlich wahr. Und dies, obwohl Amanda und Gus, die beiden Liebenden, nicht mehr die Jüngsten sind; sechzig plus, darf man vermuten.

Anfangs scheint es keine Gemeinsamkeiten zwischen den Beiden zu geben. Er ist knochentrockner Republikaner, sie Demokratin. Sie liest viel, er kommt ohne Bücher aus. Er braucht keine Möbel, während sie es nett und gemütlich haben möchte. Sie reist gern; er wohnt in dem Haus, in dem er geboren wurde. Einmal ist er umgezogen, da wohnte er im Nebenhaus. Aber das ist lange her und insofern kann man sagen, er ist nicht viel herumgekommen. Der wesentliche Unterschied zwischen den Beiden ist jedoch: Er handelt, sie redet. Und zwar redet sie wortreich, witzig und klug. Dabei lässt sie kein Thema aus, vor allem die nicht, die Gus gern von sich schiebt; Sex zum Beispiel. Trotz der erwähnten und anderer noch nicht genannter Gegensätze ist aber von der ersten Minute an klar, dass sich die Beiden sympathisch finden. Irgendwas zieht sie an, und das bringt es mit sich, dass Gus beim sonntäglichen Gottesdienst den Blick nicht wenden kann und sie ihn ungeniert in seiner kahlen Behausung aufsucht. Bald stellen sie fest, dass es außer Unterschieden auch Gemeinsamkeiten gibt. Er ist Witwer, sie Witwe, beide haben Kinder, aber diese leben mehr oder minder ihr eigenes Leben. Mit einem Wort, er ist so einsam wie sie und das treibt zueinander. Reicht das aus? Nein. Aber das Leben ist nun mal voller Überraschungen und die Liebe erst recht. So lieben sie plötzlich, was sie bei anderen verabscheuen würden. Die Geschichte endet nicht am natürlichen Schlusspunkt von Liebesgeschichten, mit der Heirat also. Sie geht weiter und führt zu einem Schluss, der komischer und ergreifender ist, als man von einer Boulevard-Komödie erwarten kann. Die beiden frisch Verehelichten streiten sich um das künftige Grab. Er hatte immer angenommen, er werde neben seiner ersten Frau beerdigt. Den Platz hat er schon lange gekauft und schließlich hat er Dorothy, seiner ersten Frau versprochen, sie werden im Tod für immer vereint sein. Wie kann er das Versprechen nun brechen? 

Als Kompromiss schlägt er vor, wenn es denn so weit ist, kann sich Amanda ja zu ihnen gesellen. Amanda ist entsetzt. Sie hatte sich vorgestellt, es gibt einen Grabstein: Hier ruht das Ehepaar Gus und Amanda Klingmann. Sie hat sogar schon einige poetische Worte notiert, die man dazu setzen könnte, damit die Grabinschrift nicht zu karg ausfällt. Wie dieser schier nicht lösbare Konflikt dennoch gelöst wird, muss man sehen; das sollte nicht verraten werden. Es ist wie mit dem ganzen Stück: Die beiden Liebenden erobern das Herz des jeweils Anderen – und das der Zuschauer.

Presse: 

Primary Stages: 
"Southern Comforts ist eine schöne Erforschung des intimen Funktionierens aller Beziehungen." 

The New York Times, Oktober 2006: 
"Überhaupt, das reizvollste, sogar heimlich sexy-hafte, an dieser Dezember-Romanze ist, dass sie Komfort in beide Richtungen verbreitet."

Curtain Up Review, 2006: 
"(...) Kathleen Clark hat (...) ein Drehbuch voller Wärme und Humor geschrieben, auf das vor allem ältere Theaterbesucher sicher reagieren werden."

Goldstar, Los Angeles: 
"Eine reizvolle, sogar sehr sexy Romanze genannt, ist Southern Comforts (Finalist des Susan Smith Blackburn Prize) eine geistreiche, zärtliche Tour-de-Force, die der Dezember-Romanze zwischen einer Witwe und einem Witwer folgt, die sich zwischen Gewittern und Baseballspielen verlieben.

Talking Broadway, 2009: 
"Kathleen Clark hat ein raffiniertes 90-minütiges Comedy-Drama geschrieben, das das Publikum zum Lachen bringt.  Sie schildert den Fortschritt der Romanze in kurzen, fernsehsitcomartigen Szenen. Jede Szene fügt den Figuren Nuancen hinzu und sie werden zu sehr realen Menschen, wenn das Stück zu Ende ist."

The Atlanta Journal-Constitution:  
"Am Ende überrascht oder provoziert Southern Comforts nur selten, aber es ist eine perfekte Entschuldigung für einen Abend des Händehaltens."

Produktionen: 
  • UA: 2006, Coconut Grove Playhouse, Miami
  • 2006, Primary Stages, New York
  • 2008, Detroit Repertory Theatre
  • 2009, Lucie Stern Theatre, Palo Alto
  • 2009, Heartland Theatre Company, Illinois
frei zur deutschsprachigen Erstaufführung
Autor(en): 
Besetzung:
1 Dame, 1 Herr
Komödie
Schauspiel