Eine Geschichte aus zwei Städten

Eine Geschichte aus zwei Städten
(A Tale of Two Cities)

Informationen: 

Buch, Liedtexte und Musik von Jill Santoriello

Deutsch von Wolfgang Adenberg 

Nach dem gleichnamigem Roman von Charles Dickens

 

Auszeichnungen:
Nominierung für den Outer Crotos Circle Awards als Outstanding Broadway Musical.

 

Szenenfotos: 
Orchesterbesetzung:
Reed I (Flöte), Reed II (Oboe), Reed III (Klarinette), Reed IV (B-Klarinette, Bassklarinette), Reed V (Fagott), Horn I, Horn II, Trompete I, Trompete II, Posaune I, Posaune II, Violine I, Violine II, Viola, Cello, Bass, Percussion I, Percussion II, Keyboard I, Keyboard II
Casting Informationen: 
  • DR. ALEXANDRE MANETTE – Französischer Arzt, der 17 Jahre zu Unrecht in der Bastille eingekerkert war. Vater von Lucie. Bariton/Tenor bis g’.
  • LUCIE MANETTE – Manettes junge Tochter. Galt lange Zeit als Waisenkind. Geliebt von Darnay und Carton. Sopran bis h’’.
  • MR. JAVIS LORRY – Englischer Bankier, der die Manettes als seine Ersatzfamilie betrachtet. Sprechrolle.
  • MISS PROSS – Lucie Manettes energische englische Gouvernante und Freundin. Gesang optional.
  • JACQUES 1 – Französischer Bauer, der auf die Revolution hinarbeitet.
  • JACQUES 2 - Französischer Bauer, der auf die Revolution hinarbeitet.
  • GASPARD – Französischer Bauer, dessen Kind vom Marquis St. Evremonde überfahren wird. Bariton.
  • KLEINER GASPARD – Gaspards kleiner Sohn; wird von der Kutsche des Marquis totgefahren
  • MADAME THÉRÈSE DEFARGE – Geduldige Frau von Defarge, die seinen Traum von einer Revolution in Frankreich unterstützt. Starker Belt, muss belten/mischen bis e’’.
  • ERNEST DEFARGE – Manettes früherer Diener. Weinhändler und aufstrebender Revolutionär. Bariton/Tenor bis g’/optional a’.
  • MARQUIS ST. EVREMONDE – Rücksichtsloser, unmoralischer französischer Adliger. Onkel von Darnay. Bariton bis fis’.
  • GABELLE – Diener des Marquis, Freund von Darnay. Bariton.
  • CHARLES DARNAY - Alias Evremonde, gutherziger, aufrechter junger französischer Adliger. Heiratet Lucie. Bariton/Tenor bis as’.
  • JOHN BARSAD – Opportunistischer englischer Hochstapler und Spion. Im Sold des Marquis. Bariton.
  • JERRY CRUNCHER – Engländer. Erledigt die groben Arbeiten für Mr. Lorry. Arbeitet nebenher als Leichenfledderer. Bariton.
  • SYDNEY CARTON – Trinkfreudiger, sorgloser englischer Anwalt. Verliebt sich in Lucie Manette. Bariton, G bis g’.
  • STRYVER – Polternder Anwalt; Cartons Arbeitgeber. Bariton.
  • STAATSANWALT - Blasierter Selbstdarsteller, macht mit Barsad gemeinsame Sache gegen Darnay. Bass/Bariton.
  • KUMPANE 1 – Jerry Crunchers spatenschwingender Spießgeselle beim Leichenfleddern. Solo-Gesang.
  • KUMPANE 2 – Jerry Crunchers spatenschwingender Spießgeselle beim Leichenfleddern. Solo-Gesang.
  • MRS. CRUNCHER – Jerrys ständig betende nervöse Ehefrau.
  • KLEINE LUCIE – Charles Darnays und Lucie Manettes kleine Tochter. Solo-Gesang.
  • VORSITZENDER des Tribunals – Leitet das Tribunal in Paris.
  • JUNGER MANN – 15–19 Jahre alt, junger Bauer, der vom Marquis tödlich verwundet wird. Tenor bis a’.
  • NÄHERIN – Ängstliche junge Frau, die unschuldig zum Tod auf der Guillotine verurteilt wurde. Lyrischer Sopran bis d’’.
  • GEFÄNGNISWÄRTER – Wache im Pariser Gefängnis La Force, wo Darnay gefangen gehalten wird.
  • außerdem: Gerichtsdiener, Richter, Soldat, Junge Frau, Bruder des Marquis, Marquise de Garon, Kind, Ausrufer

 

Es werden allermindestens 4 Männer und 4 Frauen für die Ensemblerollen benötigt. Das empfohlene Minimum für die stellenweise dreistimmigen Chorsätze beträgt 6 Männer und 6 Frauen.

Synopsis:

Nach 17 Jahren ungerechter und geheimer Gefangenschaft in Frankreich wird Dr. Alexandre Manette aus der berüchtigten Bastille befreit und in die Obhut seines ehemaligen Bediensteten, Ernest Defarge und seiner Frau Madame Defarge übergeben. Die Defarges schicken nach Manettes Tochter Lucie, damit sie ihn zurückholt. Niemand weiß, warum der Arzt vor vielen Jahren eingesperrt wurde. Manette hat sein Gedächtnis verloren und kann keine Erklärung geben. Unterdessen zögern die Defarges nicht, Manette anderen Menschen vorzustellen, sozusagen als Inspiration für die Revolution, die sie hoffen anzufachen. In Paris treffen sich Manette und Lucie und sie verspricht, ihm zu helfen, ein neues Leben in England aufzubauen.

Auf ihrer Reise in die neue Heimat freunden sich Lucie und Manette mit einem jungen Franzosen an. Charles Darnay, der Neffe des verachteten Marquis St. Evremonde, hat auf seine Erbschaft verzichtet und versucht, sich von diesem zu distanzieren. Ein anderer Passagier auf dem Schiff ist John Barsad, ein Spion im Dienste des Marquis. Um sicherzustellen, dass sein Neffe nie mehr nach Frankreich zurückkehrt, gibt der Marquis Barsad falsche Dokumente, die diesen beschuldigen, ein Spion gegen England zu sein. Bei ihrer Ankunft in England wird Darnay festgenommen und vor Gericht gestellt. Angeklagt wegen versuchten Hochverrats, wird Darnay in der Gerichtsverhandlung gerettet von einem zwar betrunkenen, aber brillanten Anwalt, Sydney Carton, eine einsame Seele, zynisch und voller Selbstverachtung. Er verliebt sich in Lucie Manette, die Mitleid und Verständnis für ihn hat, was er zuvor nicht kannte. Aber Lucies Herz gehört dem Franzosen und obgleich Dr. Manette Bedenken gegen Darnay hat, gibt er seinen Segen und Darnay und Lucie heiraten. Bald danach werden sie mit einer Tochter gesegnet.

Cartons Liebe zu Lucie besteht weiter; er bleibt ein enger Freund der beiden und liebt ihre Tochter besonders zärtlich. Der Mord an seinem Onkel, dem Marquis, und die Bitten eines alten Freundes locken Darnay zurück nach Frankreich, wo gerade die Revolution begonnen hat. Nach seiner Ankunft in Paris wird er festgenommen und mit dem Vorwurf belastet, als ehemaliger Aristokrat Verbrechen gegen die Bürger begangen zu haben. Dr. Manette und Lucie folgen Darnay nach Paris; vor Gericht spricht Manette für seinen Schwiegersohn und erreicht seine Freilassung. Aber Madame Defarge unterbricht die Verhandlung, indem sie einen Brief vorlegt, den Manette in der Bastille schrieb. Der Brief erzählt die Geschichte seiner Inhaftierung und endet mit Manettes erbittertem Fluch auf die Familie der Evremondes. Alles richtet sich gegen Darnay und er wird zum Tode durch die Guillotine verurteilt.

Sydney Carton kommt nach Paris, um Lucie und ihrer Familie zu helfen. Carton erreicht, dass er  durch den Spion John Barsad Zugang zu Darnay erhalten kann, der jetzt in Frankreich arbeitet. Er erfährt auch, dass Madame Defarge nicht aufgibt und plant, Lucie und den Rest ihrer Familie zu verfolgen. Angetrieben von dem Wissen dieser Drohung beginnt Carton zu handeln und trifft Vorkehrungen, aus Paris zu fliehen. Er geht ins Gefängnis und erklärt Darnay, dass er einen Plan hat, ihn zu seiner Familie zurückzubringen, diesen aber nicht offenbaren will und ihn bittet, genau das zu tun, was er im sagt. Darnay stimmt zu und die Geschichte wendet sich zu einem überraschenden und unvergesslichen Ende.

 

Presse: 

Musical-Ensemble Münster - ThatsMusical.de, 05.11.2012
"Insgesamt eine gelungene und emotionale Inszenierung, die durch die hörenswerte Musik und das exzellente Orchester besticht und angesichts von Bühnenbild und Kostümen den Vergleich mit Stadttheaterproduktionen nicht zu scheuen braucht [...] Das Freie Musical-Ensemble Münster hat dagegen alles richtig gemacht. Chapeau!"

Musical-Ensemble Münster - RuhrNachrichten.de, Burkard Knöpker, 22.10.2012
"Standing Ovations für Musical nach Charles Dickens [...] Welch ein grandioses Spektakel! Am Sonntag waren über 60 Darsteller in wechselnden historischen Kostümen vier Stunden damit beschäftigt, das Publikum in Münsters Waldorfschule zu unterhalten."

Musical-Ensemble Münster - Westfälische Nachrichten, 22.10.2012
"Eine Liebesgeschichte, in der es um Leben und Tod geht. Eine Geschichte über Freundschaft und vielleicht sogar über eine bessere Welt: Eine Geschichte aus zwei Städten heißt das neue Stück des Freien Musical-Ensembles (FME) Münster. Am Sonntagabend feierte die deutsche Erstaufführung des Broadway-Musicals A Tale of Two Cities von Jill Santoriello (Übersetzung: Wolfgang Adenberg) vor ausverkauftem Haus im Konzertsaal der Waldorfschule Premiere [...] Die Inszenierung von Ingo Budweg und Canan Toksoy (Regie) gibt den Figuren Raum, sich zu entwickeln [...] Das Ensemble bejubelt eine absurde Gerichtsverhandlung in London ebenso glaubwürdig, wie es später in Paris die Waffen schwingt (Choreografie: Johanna Patschke). Vom Solo bis zu den ganz großen Chören glänzen die Sänger mit Wärme und Präzision. Zur Seite steht den Darstellern ein hervorragend aufeinander eingespieltes Orchester unter Dirigent Ingo Budweg. Zu der bewährten Kooperation mit der Schule für Modemacher Münster (Kostüme) kommt eine neue für das Bühnenbild mit den Architekten der DBCO-GmbH. Sehenswert trifft hörenswert! [...] Die rund 150 Mitwirkenden freuten sich über Standing Ovations. Eine Erfolgsgeschichte also! Wäre da nicht die Sorge um die lieb gewonnene Spielstätte  [...] Bis zum 11. November können sich Besucher in elf weiteren Aufführungen davon überzeugen, dass sich das lohnt. Anfang November soll Komponistin Santoriello selbst zum Zuhören anreisen."

Musical-Ensemble Münster - Münstersche Zeitung.de, 22.10.2012
"Musikalisch ist das Ganze eine großartige Leistung. Ingo Budweg zaubert aus dem üppig besetzten Orchester einen homogenen Klang. Der Held des Stückes ist eine vermeintliche Randfigur: Anwalt Sydney Carton, ein Lebemann, dessen bester Freund der Alkohol ist. Ausgerechnet er rettet den einen verurteilten Adligen vor dem Schafott, obwohl er selbst in dessen Verlobte verliebt ist. Ob seine Entwicklung vom Saulus zum Paulus der Liebe oder dem Eingeständnis eigener Unzulänglichkeiten entspringt? Jedenfalls zeigt er sich zu einem großen Opfer bereit. Natürlich ist die Figur schon sympathisch angelegt, aber Stephan Rinschen verleiht Mister Carton noch ein bisschen mehr Authentizität."

Al Hirschfeld Theatre, New York - The Associated Press, Michael Kuchwara
"Mitgerissen von Klang und Wut! Eine Geschichte aus zwei Städten markiert die Rückkehr zur Ära großer Blockbuster wie 'Les Misérables', 'Phantom' und 'Miss Saigon'."

Al Hirschfeld Theatre, New York - The Connecticut Post, Irene Backalenick
"Ein Broadway-Must-See! Alles ist da, um die Seele zu berühren - junge Liebe, Reinheit, Rache, Schurkerei, Tapferkeit - alles vor dem Hinergrund der historischen Revolution. Diese 'Geschichte' mit ihrem Aufgebot an Liedern, Spektakel und Herzschmerz dürfte sich in die Reihe an Long-Run Broadway-Musicals einreihen."

Al Hirschfeld Theatre, New York - Huffington Post.com
"Es hat mitreißende Musik, das Ensemble ist erstklassig und bei dem edlen Opfer in der Geschichten, wundervoll umgesetzt von Jill Santoriello, bleibt am Ende kein Auge  trocken."

 

Produktionen: 
  • 26.10.2007, Asolo Repertory Theatre, Sarasota, USA
  • 18.09.2008, Al Hirschfeld Theatre, Broadway, New York
  • 18.10.2012, Freies Musical Ensemble Münster
  • 18.07.2013, Imperial Garden Theatre, Tokyo, Japan
  • 06.08.2013, Charlotte Theatre, Seoul
  • 16.08.2013, The Singer's Theatre, Kitchener, Kanada
  • 10.09.2013, Tredegar Operatic Society, Tredegar, Wales
Drama
Musiktheater